Das Zentrum von Stockholm
Das Zentrum von Stockholm

Obwohl ich in meinem Leben schon unzählige Male in Skandinavien gewesen bin, hatte ich der schwedischen Hauptstadt bis vor Kurzem noch nie einen ausführlichen Besuch gewidmet. Ein einziges Mal war ich für einen halben Tag dort, als ich vor vielen Jahren die Familie meines Patenkindes besuchte, die für ein paar Monate in Järna arbeitete. Nun, diesen Frühling sollte sich das ändern. Eine Woche Stockholm mit unserer älteren Tochter stand für meine Frau und mich auf dem Programm. Zeit genug also, die Stadt gründlich zu erkunden.

Blick vom Stadshuset zur Insel Riddarholmen
Blick vom Stadshuset zur Insel Riddarholmen
An der Österlånggatan in der Altstadt
An der Österlånggatan in der Altstadt
Häuser am Stortorget in Gamla Stan
Häuser am Stortorget in Gamla Stan

In einem Punkt wurde ich (bzw. wir alle – aber ich als Skandinavien-Kenner hätte es eigentlich wissen müssen 🙂 …) ein wenig enttäuscht. Eine Woche vor Ostern hat die Touristik-Saison offenbar noch nicht begonnen, und viele Attraktionen sind noch gar nicht offen oder verfügbar – ein Umstand, den ich von anderen europäischen Städten so nicht kenne. So konnten wir zum Beispiel nicht in den Schärengarten fahren, weil diese Boote alle erst Ende April ablegen. Das eigentlich sehr schöne Freilichtmuseum Skansen war zwar geöffnet, aber alle historischen Häuser noch geschlossen. Auch die Hop On – Hop Off-Angebote starteten erst kurz vor Ostern – aber wenigstens das.

Blick von Riddarholmen über den Mälaren nach Södermalm
Blick von Riddarholmen über den Mälaren nach Södermalm
Goldene Stunde am Birger Jarls Torg mit der Riddarholmskyrkan, der Ruhestätte der schwedischen Könige
Goldene Stunde am Birger Jarls Torg mit der Riddarholmskyrkan, der Ruhestätte der schwedischen Könige
Traditionelles Haus im Freilichtmuseum Skansen
Traditionelles Haus im Freilichtmuseum Skansen

Nun, nichtsdestotrotz fanden wir genug zu tun. Stockholm ist eine interessante Stadt, in der sich historische und moderne Bausubstanz überall die Hand reichen. Oftmals durchstreiften wir ein moderneres Quartier und stiessen plötzlich wieder auf Gebäude oder sogar ganze Strassen mit älteren Gebäuden. Auch die Stockholmer Altstadt Gamla Stan ist sehr gemütlich und hübsch. Mit der Drottninggatan gibt es sogar eine richtig mondäne Einkaufsmeile, in der man stundenlang ohne Autoverkehr flanieren kann. Die zentralen Teile der Stadt und auch viele Aussenquartiere liegen am Wasser – entweder am Süsswassersee Mälaren oder an der Ostsee, die im Zentrum der Stadt aufeinandertreffen. Und last, but not least: Es gibt unzählige Orte, wo man wirklich gut essen und trinken oder es sich einfach gemütlich auf einen längeren Kaffee einrichten kann. Infolge restriktiver Gesetze ist es ja in Schweden auch nicht so ohne weiteres möglich, Wein oder Bier über die Gasse zu kaufen. Aber ich muss sagen, die wirklich coolen und gemütlichen (Wine-)Bars entschädigen vollständig für diesen „Mangel“ 😉 …

Blick von der Skeppsholmsbron zum Prachtboulevard Strandvägen an der Ostsee
Blick von der Skeppsholmsbron zum Prachtboulevard Strandvägen an der Ostsee
Eine der schönsten Kirchen, die ich auf Reisen bisher gesehen habe: Die Gustav Wasa-Kirche am Odenplan
Eine der schönsten Kirchen, die ich auf Reisen bisher gesehen habe: Die Gustav Wasa-Kirche am Odenplan

So haben wir in dieser Woche trotzdem vieles erlebt und gesehen – auch wenn die Kälte uns oftmals dazu zwang, einen Spaziergang etwas abzukürzen oder die Wärme eines Cafés (oder unserer Wohnung in Södermalm) aufzusuchen. Ich würde sicher wieder einmal nach Stockholm reisen. Allerdings nicht mehr so früh im Jahr 🙂 …

Die Altstadt mit der deutschen Kirche
Die Altstadt mit der deutschen Kirche
Die kleinste Insel Kastellholmen mit dem Schlösschen
Die kleinste Insel Kastellholmen mit dem Schlösschen

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