Im Herbst ist man in den Bergen oft über dem Nebel...
Im Herbst ist man in den Bergen oft über dem Nebel…

Wenn vom Engelberger Tal gesprochen wird, denke ich normalerweise zuerst an Engelberg selber und die wunderschöne, faszinierende Bergwelt am Fuss des Titlis. Was für mich in diesen Momenten weniger im Vordergrund ist, ist, dass das Tal eigentlich kurz nach Stans beginnt. Auf knapp zwanzig Kilometern Länge passieren Reisende mit Ziel Engelberg zahlreiche kleine Dörfer, und praktisch von jedem aus könnte man sich von einer oder mehreren Seilbahnen in die Höhe tragen lassen. An den Bergstationen dieser Bahnen erwarten einen ausgedehnte Wandergebiete.

Die felsige Flanke der Walenstöcke. Ganz rechts am Ende der Felsen liegt die Walegg, der höchste Punkt der Wanderung.
Die felsige Flanke der Walenstöcke. Ganz rechts am Ende der Felsen liegt die Walegg, der höchste Punkt der Wanderung.
Blick über den Bannalpsee zu den Hasenstöcken
Blick über den Bannalpsee zu den Hasenstöcken

Leider habe ich diese zweifellos schönen Wandermöglichkeiten bisher alle links liegen lassen, weshalb ich sie (noch) nicht kenne. Mit einer Ausnahme. Vor vielen Jahren habe ich an einem schönen Tag spät im Oktober mit zwei Freunden die Wanderung von der Bannalp zur Brunnihütte unter die Füsse genommen. Die Bannalp mit dem gleichnamigen Stausee liegt im Kanton Nidwalden, am Fuss der Walenstöcke und ist mittels zweier Luftseilbahnen von Oberrickenbach her erreichbar.

Der Blick hinunter zur Staumauer
Der Blick hinunter zur Staumauer
Der Blick nach oben lässt einen fast schwindlig werden...
Der Blick nach oben lässt einen fast schwindlig werden…

Für den ersten, gemütlicheren Teil der Wanderung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man überquert die Staumauer des Bannalpsees, folgt dann dessen Südufer und steigt durch ein Geröllfeld auf bis auf 1700m, wo sich die beiden Wege treffen. Wir nahmen damals die etwas längere, aber einfachere Variante oberhalb des Nordufers des Sees ins Innere der Bannalp, querten den Bannalpbach und stiegen dann sanft dem Hang entlang an bis zu selben Punkt. Diese Variante hat den Vorteil, dass sie schöne Blicke über den See und im Herbst auch hinunter auf das Nebelmeer bietet.

Felstürme nahe der Walenalp
Felstürme nahe der Walenalp

Nach dem Treffpunkt der beiden Wegvarianten wird es dann etwas anstrengender, der Weg führt durch die steilen Felsbänder der Walenstöcke hinauf zur Walegg. An diesem Übergang von der Bannalp ins Haupttal, auf 1950m Höhe, hat man dann bereits den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Allerdings geht es anschliessend noch ein wenig weiter mit Auf und Ab. Zunächst steigt man knapp dreihundert Meter hinunter zur Walenalp, um von dort bis zur Brunnihütte wieder relativ lang, aber kontinuerlich an Höhe zu gewinnen. Dafür darf man auf dem letzten Abschnitt nach der Sädelegg ein sensationell schönes Panorama mit Blicken zum Titlis und den Spannörtern geniessen. Und der abschliessende Zvieri in der Brunnihütte ist dann auch wirklich verdient.

Kurz vor dem Ziel eröffnet sich dieses Panorama mit dem Hahnen und den Spannörtern
Kurz vor dem Ziel eröffnet sich dieses Panorama mit dem Hahnen und den Spannörtern
Fotogen präsentiert sich der Grosse Spannort mit dem gleichnamigen Gletscher
Fotogen präsentiert sich der Grosse Spannort mit dem gleichnamigen Gletscher
  • Anreise: via Luzern und Wolfenschiessen nach Oberrickenbach, dann mit der Luftseilbahn zum Bannalpsee
  • Rückreise: von der Brunnihütte mit Sessellift und Seilbahn nach Engelberg und von dort nach Luzern
  • Reine Wanderzeit: 3h40
  • Höhendifferenz: ca. 786m bergauf und 503m bergab
  • Verpflegungsmöglichkeit: diverse Berggasthäuser auf der Bannalp, in der Brunnihütte oder in Engelberg
Profil der Wanderung (von map.geo.admin.ch)
Profil der Wanderung (von map.geo.admin.ch)

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