Kanal beim Startpunkt im Bonstettenpark
Kanal beim Startpunkt im Bonstettenpark

Im Nachgang zu meinem Ausflug in das Naturschutzgebiet Neuhaus/Weissenau überlegte ich mir, ob es nicht schön wäre, auch die Gebiete am anderen Ufer des Thunersees unter den gleichen jahreszeitlichen Bedingungen wieder einmal zu besuchen. Das müsste aber natürlich vom Sonnenstand her am Abend stattfinden. Und da bereits das Ende der damaligen langen Schönwetterperiode vorausgesagt war, machte ich Nägel mit Köpfen und ging gleich am darauffolgenden Montagabend nach der Arbeit nach Thun.

Am Seeufer im Bonstettenpark mit grossartigem Panorama
Am Seeufer im Bonstettenpark mit grossartigem Panorama
Kiesstrand im Bonstettenpark
Kiesstrand im Bonstettenpark

Da ich zuvor schon sehr oft in diesem Gebiet im Gwatt unterwegs gewesen war, wollte ich diesmal eitwas neuen ausprobieren. Ich stieg beim Bonstettenpark aus dem Bus und wanderte zunächst in Richtung Chandergrien. Aus der Distanz glaubte ich dort vorne, wo die Kander in einem weiten Delta in den Thunersee mündet, eine lohnenswerte Lokalität zu entdecken. So nahm ich den relativ langen Fussmarsch unter die Füsse – lang deshalb, weil es schon gegen Abend zuging und somit schon bald kein Tageslicht mehr vorhanden sein würde. Kommt hinzu, dass die halbe Stunde vom Bonstettenpark zum Chandergrien über weite Strecken nicht sonderlich attraktiv ist, da der Wanderweg in der Nähe der Kantonsstrasse verläuft.

Ein paar Schritte weiter in Richtung Thun beginnt das Ried
Ein paar Schritte weiter in Richtung Thun beginnt das Ried
Das von der Abendsonne fahl beleuchtete Schilf bildet einen würdigen Rahmen, hier für das Berner Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau
Das von der Abendsonne fahl beleuchtete Schilf bildet einen würdigen Rahmen, hier für das Berner Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau

Was ich dort vorne an der Mündung der Kander vorfand, war eine Riesenenttäuschung. Das ganze Gebiet gehört einer Kiesfirma, und das Delta ist mehr oder weniger umzäunt. Einzig eine kleine Liegewiese gibt es, zugegebenermassen mit einem schönen Blick in Richtung Thun – aber das war nicht was ich erwartet hatte. So besann ich mich ruckzuck zurück auf das Altbewährte 🙂 und nahm sofort den Rückweg zum Bonstettenpark auf, kürzte diesen sogar noch ab indem ich für zwei Stationen den Bus nahm.

An dieser Stelle im Ried wird sogar der Frühling sichtbar
An dieser Stelle im Ried wird sogar der Frühling sichtbar
Auch die Blüemlisalp präsentiert sich wunderschön
Auch die Blüemlisalp präsentiert sich wunderschön
Blick zum Niederhorn
Blick zum Niederhorn

Wie gesagt, meinen weiteren Weg dem Seeufer entlang in Richtung Thun kannte ich eigentlich gut. Aber es zeigte sich einmal mehr, dass sich sogar in einer vermeintlich bekannten Umgebung immer wieder neue Aspekte und Perspektiven entdecken lassen. Auch das Stadium der Jahreszeit sowie die Lichtbedingungen sind immer wieder anders. So geriet dieser zweite Teil meines Abend-Ausflugs zu einem wahren Genuss, der mich für die „verlorene“ Stunde mehr als entschädigt hat! Und was noch als Plus hinzukommt: Hier am Thunersee-Ufer konnte ich sogar die gewünschten Fotos von der Blüemlisalp machen, die mir am Freitag zuvor im Kiental entgangen waren 😉 …

Der Blick zum Niesen
Der Blick zum Niesen

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