Im Cafe Jubilee
Im Cafe Jubilee

Vier Monate nach dem Ende unserer schönen Frühlingsreise nach Malta komme ich zum letzten Beitrag in der Serie. Heute entführe ich euch in die Hauptstadt des Kleinstaats im Mittelmeer, Valletta – zumindest fotografisch. Wie ich im Beitrag über die Three Cities bereits erwähnt habe, sehe ich heute eine Stadt mit ganz anderen Augen an als früher, und Städte sind für mich ein genau so spannendes Fotorevier wie eine schöne Naturlandschaft (ganz zu schweigen von den Vorzügen in Bezug auf Kultur, Architektur und Genuss 😉 …). Darum ging ich auch den Besuch von Valletta mit offenen Geist an – obwohl ich eigentlich eher negative Erinnerungen an diese Stadt hatte. Aber eben, vielleicht lag das ja an meinem damaligen „Filter“?

Ausblick vom Rooftop Restaurant & Lounge auf die Kuppel der Karmeliterkirche
Ausblick vom Rooftop Restaurant & Lounge auf die Kuppel der Karmeliterkirche
Treppe beim Parlament
Treppe beim Parlament
In der Triq It-Tezorerija
In der Triq It-Tezorerija

Nun, um es gleich vorweg zu nehmen: Valletta hat mich auch dieses Mal, wo ich die Stadt unvoreingenommen erlebt habe, nicht begeistert. Es ist etwas schwierig zu sagen, woran genau das liegt. Es gibt eben Orte, die einen packen und andere nicht, ohne dass man immer weiss weshalb. Ein Punkt war sicher, dass ich zuvor die Schönheit der Three Cities und von Mdina erlebt und in mich aufgenommen hatte, und hier, in der Hauptstadt, hatte ich Mühe, Ecken zu finden, die ich wirklich als attraktiv empfand. Im Gegenteil, viele Gassen wirkten eher schäbig und verkehrsgeplagt. Die Hauptachse, die Triq Ir-Republikka, ist eine reine Ansammlung von Luxusboutiquen. Und an den Orten, wo sich eigentlich schöne, grosse Plätze mit teils eindrücklichen historischen Bauten befinden, war alles mit Restaurationsbetrieben verstellt und ausserdem total überlaufen. Es scheint, als sei hier in Valletta, der Hauptattraktion der Insel, der kulturelle Charakter dem Kommerz geopfert worden. Solche Orte sind mir sowieso zuwider, und das ging mir mit Valletta nicht anders.

Die St. Lucia's Street, eine typische Gasse im Zentrum
Die St. Lucia’s Street, eine typische Gasse im Zentrum
Die Fassade der Nationalbibliothek
Die Fassade der Nationalbibliothek
Kuppel in der Franziskuskirche
Kuppel in der Franziskuskirche

Der einzige Pluspunkt: In einer Seitengasse fanden wir – auf der Suche nach einem Ort für das Mittagessen – ein total cooles Café (das Cafe Jubilee) mit guter Küche und der eher seltenen Möglichkeit, auch nur eine kleine Mahlzeit einzunehmen, und vor allem mit super freundlichem und positiv eingestelltem, Freude am Job und am Gast ausstrahlendem Personal. Dies muss, wie ich finde, auch erwähnt werden, da es gerade an so einem Ort nicht selbstverständlich ist. Somit blieben diese beiden Begegnungen mit Valletta eher kurz, und es wird wahrscheinlich bei einer nächsten Reise auch keine Wiederholung geben…

Lounge an der Merchants Street
Lounge an der Merchants Street
Festungsmauern beim Stadttor
Festungsmauern beim Stadttor
Die kleine Kirche tal-Vittoria
Die kleine Kirche tal-Vittoria
Anleger der Fähre nach Sliema
Anleger der Fähre nach Sliema

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