Letzthin bin ich beim Durchsuchen meines Archivs auf noch mehr Fotos aus Norditalien gestossen, denen ich bisher noch keinen eigenen Beitrag auf dem Blog gewidmet habe – genau wie den kürzlich hier gezeigten Fotos aus Chioggia. Diese mussten sich bisher mit einem Kurzauftritt in einem ganz alten Blogbeitrag begnügen 🙂 … Zwar habe ich bei anderer Gelegenheit schon Fotos aus Verona gezeigt, aber diese stammen von einer späteren Reise. Und ich möchte es nicht versäumen, diese paar für mich wirklich schönen fotografischen Momente hier zu teilen.


Wir waren damals mit dem Fotoklub für vier Tage in Norditalien unterwegs, und dadurch, dass wir unser Quartier in Verona hatten, bot sich auch genügend Gelegenheit – neben den Ausflügen nach Chioggia und Sirmione – die Stadt ausführlich zu erkunden. Am Tag unserer Ankunft war das Wetter zwar nicht so berauschend, aber bei einer Städtereise spielt das oftmals keine so grosse Rolle.


Wir stiessen als ganze Gruppe von unserem Hotel in der Nähe des Bahnhofs in Richtung der Altstadt vor, wo wir – wie es sich gehört 😉 – auf der Piazza Bra, vis-à-vis des Amphitheaters zunächst einen Espresso zu uns nahmen. Dann verteilten sich die Klubmitglieder aber ziemlich rasch in den verzweigten Gassen der Altstadt. Für mich war wie immer die grösste Herausforderung, möglichst gute Fotos von der architektonischen Substanz der Stadt ohne Menschenmassen und Autos aufzunehmen. Dies ist in Verona ein fast unmögliches Unterfangen, denn die Stadt ist und war damals schon ein sehr beliebtes Reiseziel.


Da ich mich ausserdem zu wenig auskannte, war es auch nicht einfach, die beliebtesten Touristen-Spots zu umgehen. Das wäre ja ausserdem für einen ersten Besuch auch sehr schade gewesen, denn viele der bekannten Bauwerke in Verona sind schon sehenswert. Die Piazza delle Erbe, der Palazzo della Ragione, der Ponte di Castelvecchio und die Scaligerburg, das Castel San Pietro mit dem schönen Blick über das Knie des Adige und die Altstadt muss man schon besucht haben. Das einizge, was man sich meiner Meinung nach wirklich schenken kann, ist der Hof in der Casa di Giulietta, dessen Steinbalkon Shakespeare zu „Romeo und Julia“ inspiriert haben soll. Das Gedränge dort ist zu jeder Zeit unangenehm, und der Balkon ziemlich unspektakulär 🙂 …


Am letzten Tag vor der Abfahrt nach Hause hatten wir nochmals Gelegenheit in die Altstadt zu gehen, und diesmal war das Wetter wunderbar. Ich konzentrierte mich bei dieser Erkundungstour allerdings eher auf die Quartiere am nördlichen Ufer des Adige und das Castel San Pietro. Dort ist es wesentlich ruhiger als im Herzen der Altstadt, und es gibt trotzdem einige schöne Gassen und Häuser zu entdecken (siehe dazu auch den eingangs erwähnten Beitrag). So konnte ich die erste Entdeckung von Verona mit einem gelungenen Spaziergang abrunden, und ich wusste schon damals, dass mich diese Stadt nicht zum letzten Mal gesehen haben würde…




