Auf meinen bisher zwei Reisen nach Neuseeland habe ich viele schöne und aussergewöhnliche Orte entdecken dürfen. Wer oben rechts auf der Seite die Suche bemüht und das Stichwort „Neuseeland“ eingibt, findet ungefähr 15 Artikel, in denen ich die verschiedenen Facetten dieses an Naturschönheiten reichen Landes vorstelle. Und da Neuseeland über eine sehr lange Küstenlinie verfügt, finden sich unter den schönsten Plätzen natürlich viele Buchten, Strände und Steilküsten. Überraschenderweise findet man sogar auch oft in Stadtnähe solche landschaftlichen Perlen.

...und der Blick zurück zum Taranaki
…und der Blick zurück zum Taranaki

Möwen machen Rast in der Klippe
Möwen machen Rast in der Klippe

So ging es mir beispielsweise in New Plymouth, als ich mich mit meinem in Neuseeland lebenden Bruder und einer warmen Essensdose aus dem Chinesen ein hübsches Plätzchen für das Freiluft-Abendessen suchte, möglichst mit Blick auf den Sonnenuntergang 🙂 … Die Fahrt aus der Stadt hinaus in Richtung Westen führte uns zunächst in ein potthässliches Industriegebiet am Hafen mit Öltanks, Kraftwerken und so weiter. Doch dann, zwei Kurven später, das: Eine lange Klippe mit einem wunderbaren Blick über das Meer und zum Taranaki, darunter ein langer, dunkler Strand mit einigen vorgelagerten Inseln, praktisch Natur pur – das war unser Platz zum bleiben! Wir nahmen uns ausserdem vor, da es schon bald nach dem Essen eindunkelte, uns diesen unter uns liegenden Strand am anderen Tag noch etwas genauer anzusehen.

Bizarre Felsformationen
Bizarre Felsformationen
Die Inseln Mataora und Pararaki
Die Inseln Mataora und Pararaki

Am folgenden Nachmittag, nach einer Wanderung in den verregneten Urwäldern am Taranaki, kehrten wir dann tatsächlich wieder an den Strand zurück. Back Beach lautet sein Name, das hatten wir inzwischen herausgefunden. Und dort unten am Meer angekommen, machten wir etwas, was ich eigentlich viel zu selten mache: Wir nahmen uns ausgiebig Zeit, dem Strand entlang bis zu den Inseln Mataora und Pararaki zu gehen, ganz gemütlichen Schrittes, immer wieder innehaltend, staunend und geniessend – mein Bruder ohne, ich mit Kamera 🙂 … Im Gegensatz beispielsweise zu den Stränden der Coromandel Peninsula oder anderen ist der Back Beach eigentlich total unspektakulär. Ein langer, dunkler Strand in einer offenen Bucht. Dennoch gibt es, wenn man sich die Zeit nimmt, so vieles zu entdecken: angeschwemmtes Holz, farbige Felsen, Seevögel und so weiter. Und das Gesicht des Strandes ändert sich mit jedem Meter. Die Inseln kommen näher und näher, die Klippe ändert ihre Struktur, die Brandung kommt näher oder entfernt sich, je nach Gezeiten. Und die ganze Zeit lässt sich der Wind, die Weite, das Geräusch der Wellen geniessen…

Farbige Felsen...
Farbige Felsen…
...und Schwemmholz
…und Schwemmholz

Ich hoffe, mit den Fotos in diesem Artikel etwas von der Schönheit und vom überraschenden Wesen dieses Strands direkt am Puls der Stadt hinüberzubringen.

Das Meer brandet an den dunklen Strand
Das Meer brandet an den dunklen Strand, im Hintergrund der Patuha, ein Vorgipfel des Taranaki
Mataora, Pararaki und der Paritutu
Der Blick zurück nach dem Aufstieg: Mataora, Pararaki und der Paritutu

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