Eisschicht auf einem Moorsee am Munt da Marti
Eisschicht auf einem Moorsee am Munt da Marti

Nach den wunderschönen Morgenstunden auf der Flüela-Passhöhe nahm ich die geplante Wanderung ins Val Grialetsch in Angriff. Ich war gespannt, was mich dort erwartete, denn ich war noch nie im Herbst dort gewesen. Das erste, was ich zu spüren bekam, war die Kälte. Kein Wunder, lag doch der gesamte Aufstieg vom Punkt 2262 an der Passstrasse zur Stavel da Radönt an diesem Herbstmorgen noch im Schatten, und die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich. Glücklicherweise hatte ich Schal und Mütze dabei, und für die Übernachtung hatte ich noch einen zusätzlichen Pullover eingepackt, der mir jetzt auch sehr nützlich war. Dies zeigte mir einmal mehr, dass man auch bei minutiöser Planung stets etwas Reserve einrechnen sollte 🙂 …

Ausblick beim Aufstieg: Piz Murtera und Piz Fless
Ausblick beim Aufstieg: Piz Murtera und Piz Fless
Der Bergsee an der Stavel Radönt gerät ins Blickfeld
Der Bergsee an der Stavel Radönt gerät ins Blickfeld
Am Seeufer
Am Seeufer

Unter diesen Bedingungen erschien mir der Aufstieg besonders anstrengend, und als ich am Munt da Marti die höchste Stelle und die ersten Sonnenstrahlen erreicht hatte, wusste ich, dass ich an diesem Vormittag nicht allzu weit kommen würde oder wollte. Aber das war auch nicht der Sinn des Ausflugs. Ich wollte einfach die grenzenlose Freiheit geniessen, die ich beim Unterwegssein in den Hochalpen jeweils empfinde. Das Minimalziel waren die beiden namenlosen Bergseen unterhalb der Stavel da Radönt, von denen ich wusste, dass man an ihren Ufern wunderbare Aussichten geniessen kann. Und tatsächlich lohnte sich die Mühe einmal mehr. Die intensive rötliche Färbung der Alp und des Moors kontrastierte in idealer Weise mit dem Blau des Wassers und des Himmels sowie den frisch verschneiten Gipfeln.

Blick über das Val Grialetsch zum Piz Murterchömbel und Piz Murtaröl
Blick über das Val Grialetsch zum Piz Murterchömbel und Piz Murtaröl
An so einem Ort gibt es unzählige Landschaftsvariationen
An so einem Ort gibt es unzählige Landschaftsvariationen

Nachdem ich mich etwas erholt und die Stille am Ufer des grösseren Sees ausführlich genossen hatte, entschloss ich mich dazu, mich wieder auf den Rückweg zu machen. Schliesslich hatte ich an diesem Tag noch anderes vor – doch dazu in einem späteren Beitrag mehr 😉 … Zurück auf der Passhöhe fotografierte ich nochmals ein wenig am Lai da la Scotta und am Lai Nair, dazu entdeckte ich noch einen kleinen, attraktiven Moorsee etwas unterhalb der Passhöhe in Richtung Davos.

Blick zum Flüela Wisshorn auf dem Rückweg
Blick zum Flüela Wisshorn auf dem Rückweg
Zurück auf dem Pass, am Ufer des Lai Nair
Zurück auf dem Pass, am Ufer des Lai Nair

Schon lange hatte ich diesen Flecken Erde nicht mehr besucht – weil er halt auch relativ weit von zu Hause entfernt ist – aber nicht umsonst zählt er zu meinen „Favorite Places“. Für diejenigen, die es interessiert: Weitere Fotos von Touren im Val Grialetsch finden sich in zwei älteren Beiträgen, „Über die Fuorcla Radönt“ und „Mit der Kleinen auf der Flüela„. Und eines Tages plane ich vielleicht sogar eine Übernachtung in der Grialetsch-Hütte ein…

Ein kleiner Moorsee etwas unterhalb der Passhöhe
Ein kleiner Moorsee etwas unterhalb der Passhöhe

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