Vier Monate nach dem Ende unserer Jubliäumskreuzfahrt und nach zahlreichen bereits zu diesem Thema publizierten Beiträgen wende ich mich nun einem Thema zu, das eigentlich fast eher am Anfang hätte platziert werden sollen: Der Kreuzfahrt als solche 🙂 … Zwar machen die Landausflüge meiner Meinung nach die Essenz einer solchen Reise aus, da man auf diesen das oder die bereisten Länder kennenlernen oder zumindest beschnuppern kann. Dennoch verbringt man auch einen grossen Teil der Zeit auf dem Schiff und auf See – und genau dieser Zeit widme ich diesen letzten Beitrag der Serie. Gleichzeitig möchte ich auch noch einen kurzen Blick auf die Orte werfen, für die ich bisher noch keinen Platz gefunden habe: Trondheim und Oslo.

Das Schiff
Für mich war diese Reise wie erwähnt die erste Kreuzfahrt. Zwar hatte ich schon vieles gehört, vor allem von meiner Frau, die ihrerseits schon mehrere Kreuzfahrten erlebt hatte. Wie das Leben auf einem solchen Schiff jedoch sein würde, das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Dies betrifft nicht nur die äusserst effiziente Organisation der Abläufe und die grosszügige Gestaltung der Räume, die dafür sorgte, dass meine Hauptbefürchtung nie eintraf: langes Schlangestehen oder Warten und Gedränge überall 🙂 … Weder beim Verlassen und Besteigen des Schiffes noch bei der Einnahme der Mahlzeiten war dies der Fall.


Was mich aber viel mehr beeindruckte: Ein Kreuzfahrtschiff ist eine Welt für sich. Den ersten Eindruck beim Einschiffen hinterliess das äusserst glamourös gestaltete Atrium, in dem wir unterwegs einige Zeit verbrachten. Daneben gab es einige Bars und Bistros, jede/s einem anderen Thema gewidmet, Boutiques, ein Theater, 4D-Kino, Spa-Bereich, Swimming-Pools, Fitnesszentrum und vieles mehr. Die Architektur des Schiffs, vor allem der oberen Decks, war ebenfalls sehr attraktiv, teilweise ziemlich futuristisch anmutend. Alle diese Faktoren sorgten dafür, dass auch ein längerer Aufenthalt an Bord (wie z.B. an den letzten beiden Tagen, die wir auf dem offenen Meer verbrachten), angenehm und interessant war.


Das Meer
Wenn man im Verlauf der Kreuzfahrt unterwegs ist, gibt es nicht viel anderes als das Schiff und das Meer. Rundherum nichts mehr anderes zu sehen als Himmel und Wasser, hat etwas unglaublich Beruhigendes, sogar Meditatives an sich. Da wir eine Balkonkabine gemietet hatten, konnten wir dies sogar in unserem eigenen privaten Raum geniessen – bei dem meist schönen Wetter, das wir hatten, war dies ein besonderer Genuss. Dazu kommt, dass wir vom Schiff aus ganz besonders schöne Blicke auf die Häfen, die Inselwelt zwischen Land und Meer und die zahlreichen Himmelsbilder werfen konnten. Diesem Aspekt habe ich bereits einen eigenen Beitrag gewidmet, aber ich zeige hier gerne noch ein paar weitere Fotos zu diesem Thema.




Die Orte
Zu guter Letzt gibt es noch einige Orte, die ich im Rahmen der anderen Beiträge nicht berücksichtigen konnte. Dies, weil sie entweder zu wenig hergaben für einen eigenen Beitrag, oder weil zu viele Fotos davon den Rahmen eines anderen Beitrags gesprengt hätten.


Trondheim und Oslo gehören zur ersten Kategorie. Trondheim, weil uns diese Stadt nicht so sehr gefallen hat und wir darum eigentlich nicht viel mehr von ihr gesehen haben als die berühmten Handelsquartiere an der Nidarelva und natürlich den berühmten Nidaros-Dom. Oslo andererseits, weil ich während der ganzen anderthalb Tage mehr oder weniger krank war und darum nicht mehr drinlag als eine Hop-On-Hop-Off-Fahrt – dazu erst noch im strömenden Regen. Immerhin sahen wir auf diese Art genug von der Stadt um zur Erkenntnis zu gelangen, dass wir sie wieder einmal besuchen würden – und dann über mehrere Tage!



Ein kleiner Trost war die Ausfahrt aus dem inneren Oslofjord. Die Sonne brach in diesem Moment während einiger weniger Momente durch die dunkelgraue Wolkendecke, was uns einen stimmungsvollen Blick auf die Quartiere am Hafen und die Landschaft am Stadtrand ermöglichte.



Auch in Hamburg, wo wir zwei Tage später zur blauen Stunde dem Elbchaussée entlang und in den Hafen einfuhren, ergaben sich zahlreiche Möglichkeiten, das riesige Hafengelände in seiner ganzen Dimension zu erforschen und die faszinierenden Quartiere zu überblicken. Den absoluten Höhepunkt bildete dabei die Hamburg Cruise Parade, der nur alle zwei Jahre stattfindende Event, für den viele Hafenkräne und Gebäude blau beleuchtet werden und wo sechs grosse Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig durch den inneren Hafen fahren. Das war wirklich ein beeindruckender Moment, begleitet von einem Feuerwerk – und offenbar ein Event, für den jeweils rund hunderttausend Gäste aus ganz Europa anreisen!


So fand diese wunderschöne Reise, die für uns beide eine ganze Reihe neuer Erfahrungen gebracht hatte, ein würdiges Ende. Und ich hoffe, dass euch die Beiträge gefallen haben und vielleicht die Lust auf das eine oder andere Reiseziel geweckt haben 😉 …
Die anderen Beiträge über diese Reise findet ihr in dieser Liste:
- Eine doppelte Premiere (Einführung)
- Auf der Insel Vågsøy
- Die Faszination Hamburgs
- Ein Wiedersehen mit Bergen
- Ålesund und Umgebung
- Am Sognefjord
- In Molde
- Der Blick vom Schiff
- Notizen aus Lübeck (folgt)
- Die Faszination Hamburgs, Teil 2 (folgt)




