Der Ort Ponta do Sol an der Südküste
Der Ort Ponta do Sol an der Südküste

Das vierte Reiseziel in meinem „Super-Reisejahr“ 1998 war nach Finnland, Rhodos und den Lofoten die Insel Madeira. Die mehrere hundert Kilometer vor der marokkanischen Küste im Atlantik gelegene, zu Portugal gehörende Insel schien mir ein interessantes und exotisches Reiseziel zu sein, was sie zweifellos auch war.

Câmara de Lobos
Câmara de Lobos
Der Leuchtturm von Ponta do Pargo
Der Leuchtturm von Ponta do Pargo

Trotzdem enttäuschte mich Madeira anfänglich ein wenig, weil ich mir wohl etwas anderes vorgestellt hatte. Die Insel ist extrem bergig, und zwischen Bergen und Meer bleibt nur wenig Land auf dem man sich bewegen kann. Ich vermisste die abgelegenen, verträumten Buchten, gut zugängliche Stellen direkt am Meer, die nicht besiedelt waren, pittoreske Fischerdörfer und historische Städtchen, in denen man einfach flanieren und das Dasein geniessen konnte – so wie ich das alles von anderen Inseln her kannte. Dazu kam für mich, der ich damals noch viel eher der Schönwetterfotograf war 😉 die etwas schwierige Wetterlage. An den hohen Bergen Madeiras staut sich oft schon sehr früh am Tag die vom Meer her kommende Feuchtigkeit und bildet dichte Wolken…

Kirche mit Weitblick
Kirche mit Weitblick
Ponta Delgada an der Nordküste
Ponta Delgada an der Nordküste
Das Bergdorf Curral das Freiras im Inneren Madeiras
Das Bergdorf Curral das Freiras im Inneren Madeiras

Aber im Verlaufe der Ferienwoche versöhnte ich mich dennoch mit der Insel, die mein temporäres Zuhause war, denn ich erkannte, dass sie halt eben anders war, und in diesem Anderssein ihr besonderer Charme lag. Das Gebirge ist teilweise spektakulär, und dasselbe gilt für die Klippen am Meer. Das Wechselspiel von Sonne und Wolken sorgte oft für spannende und mystische Stimmungen. Dazu ist die Insel enorm grün und besitzt eine riesige Vielfalt an Pflanzen. Diese zeigte sich zum Beispiel auch auf den Märkten, wo ich Früchte und Gemüse fand, von denen ich zuvor nicht einmal andeutungsweise gehört hatte. Und nicht zuletzt fand ich auf der Ponta do Saõ Lourenço doch noch das Naturschauspiel an der Küste, das ich mir vor der Reise erhofft hatte.

Ausblick auf den spektakulären Roque do Faial
Ausblick auf den spektakulären Roque do Faial
Felsen am einzigen Strand, den ich gefunden habe: bei Funchal
Felsen am einzigen Strand, den ich gefunden habe: bei Funchal

So wurde diese Reise für mich doch zu einem positiven Erlebnis. Trotzdem würde ich nicht so schnell wieder nach Madeira reisen. Die Insel ist eher etwas für Leute, die gerne Bergwanderungen unternehmen, denn in diesem Bereich bietet Madeira sehr viel. Natürlich unternehme ich auch gerne Bergwanderungen, aber wenn ich auf eine Insel im Meer reise, stehen andere Dinge im Vordergrund 🙂 … Trotzdem schaue ich mir die Diaserie von diesem portugiesischen Eiland gerne wieder an, und ich hoffe, euch gefallen die Bilder auch.

Auf der Halbinsel Ponta do Saõ Lourenço im Osten Madeiras
Auf der Halbinsel Ponta do Saõ Lourenço im Osten Madeiras
Die Piscinas Naturais in Porto Moniz
Die Piscinas Naturais in Porto Moniz

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