Farben und Formen an der felsigen Küste
Farben und Formen an der felsigen Küste

Wie findet man an seinem Ferienort die schönen Plätze, die es sich zu besuchen lohnt, die aber dennoch nicht zu stark überlaufen sind? Diese Frage ist wohl die Urfrage jeder Ferienplanung 🙂 … Während ich meine Urlaubsreisen früher minutiös anhand von Reiseführern zu planen (und leider auch ziemlich durchzutakten) pflegte, so wird diese Frage heute eher mit einer gewissen Spontaneität, mit der Hilfe von Google, gut sortierten Postkartenständern, Tipps von Einheimischen und Spezial-Landkarten direkt vor Ort beantwortet. Dies führt dazu, dass vielmehr der Genuss im Vordergrund steht und man nicht die ganzen Ferien lang das Gefühl hat, etwas zu verpassen.

Ein Gezeiten-Pool bei Costa Paradiso
Ein Gezeiten-Pool bei Costa Paradiso
Felsformationen am Weg
Felsformationen am Weg

So handhabten es meine Frau und ich einmal mehr in unseren Ferien in Sardinien, wir kamen also mehr oder weniger unvorbereitet auf der Insel an. Den ersten Ort, den wir von unserem Feriendomizil in Castelsardo aus aufsuchten, entdeckten wir auf einer Landkarte, auf der alle Strände Sardiniens inventarisiert sind, teilweise sogar mit Fotos. Gut, gerade in so einem Fall läuft man natürlich Gefahr, an Orte zu gelangen, die alle schon kennen und wo sich entsprechend viele Leute aufhalten. In dieser Hinsicht kommt uns entgegen, dass wir die heissen Nachmittagsstunden sowieso nicht gerne haben und darum meist recht früh unterwegs sind. Und einen Badeplatz an der prallen Sonne benötigen wir sowieso nicht 😉 …

Bucht beim Strand von Li Cossi
Bucht beim Strand von Li Cossi

Unsere erste Begegnung mit der schönen Küste im Norden Sardiniens fand also in einem Ort statt, der sich „Costa Paradiso“ nennt. Dies ist ein klassischer Ferienort, besteht also vor allem aus Ferienhäusern und -wohnungen. Das Naturspektakel, das sich dem Besucher dort bietet, ist aber trotzdem Weltklasse, der Name ist also Programm. Nachdem man von der Hauptstrasse von Porto Torres nach Santa Teresa Gallura abgezweigt ist, fährt man auf einer kleinen Strasse durch ein Gebiet voller roter Felsen, die aus der üppigen Mittelmeer-Macchia ragen. Am einen Ende des Orts findet sich ein kleiner Hafen, von dem aus man in einer kurzen Wanderung den ersten Strand, Li Cossi erreicht. Wer mag, kann von dort aus noch weiter gehen bis zu den Stränden von Porto Leccio, Tinnari und nach Isola Rossa.

Die Mündung des Riu di Cossi
Die Mündung des Riu di Cossi
Der Wanderweg von Costa Paradiso nach Li Cossi
Der Wanderweg von Costa Paradiso nach Li Cossi

Uns gefiel aber bereits der erste Abschnitt mit seinen pittoresken roten Felsformationen am Meer so gut, dass wir ziemlich viel Zeit benötigten, ihn zu begehen. Wir kamen sogar später noch ein zweites Mal hierher. Beim ersten Besuch war das Wetter nicht perfekt, der Himmel war mit grossflächigen Schleierwolken überzogen. Dafür war es auch nicht so heiss. Beim zweiten Mal trafen wir ein ganz anderes Licht an, und auch das Meer war viel wilder und liess seine Wellen teilweise heftig gegen die Felsen prallen. Und beides Mal waren wir bereits wieder auf dem Rückweg, als die grossen Massen eintrafen…

Felsen, Wasser, Wolken, Macchia
Felsen, Wasser, Wolken, Macchia

Zwei Mal am geichen Ort, zwei Mal den gleichen Weg gegangen, zwei Mal im gleichen Restaurant zu Mittag gegessen – für viele mag das in die Kategorie „schlechte Ausnutzung der beschränkten Urlaubszeit“ fallen 🙂 … Für uns ist das wie gesagt überhaupt nicht der Fall. Das Geniessen ist die Hauptsache, und ein Genuss der Extraklasse waren diese beiden Besuche in Costa Paradiso, gekrönt von einer Mahlzeit aus guter sardischer Küche auf jeden Fall…

Die Küste am Beginn des Weges in Costa Paradiso
Die Küste am Beginn des Weges in Costa Paradiso

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