Landschaft bei Castellina in Chianti
Klassische Landschaft in der Toscana bei Castellina in Chianti

Meine erste Reise in die Toscana brachte eine überraschenden Entdeckung mit sich. Wie Paris und London bereiste ich auch die populäre und beliebte Toscana, die wie die beiden Städte wohl zu den Muss-Zielen eines jeden Reisenden gehört, erst ziemlich spät in meinem Leben. Und in dieser ganzen Zeit zuvor festigte sich in mir ein bestimmtes, wohl klassisches Bild dieser Gegend: Die sanft gewellte Hügellandschaft mit ihren Zedern, Weinbergen und verträumten Bauerngütern. So wie im kleinen Bild links halt 🙂 …

Oberhalb der Cala Grande
Oberhalb der Cala Grande
An der Küste des Monte Argentario
An der Küste des Monte Argentario

Das Ziel für die ersten Tage der Reise war der Monte Argentario. Diese Halbinsel südlich von Grosseto hat ein Gesicht, dass sich ziemlich von meinem bisherigen Bild von der Toscana unterscheidet. Es handelt sich bei ihr wirklich, wie es der Name impliziert, um einen Berg im Meer, der mit dem Festland nur durch zwei schmale Landzungen und einen Damm verbunden ist. Seine bewaldeten Flanken fallen auf allen Seiten steil zum Meer hinab. Diese von unzähligen Buchten zerfurchte Küste lässt nicht viel Platz für Siedlungen. Es gibt darum auch nur zwei grössere Orte, die beiden Städtchen Porto Ercole und Porto Santo Stefano.

Im Naturpark Duna Feniglia
Im Naturpark Duna Feniglia
Porto Ercole mit der Burg Rocca Spagnola
Porto Ercole mit der Burg Rocca Spagnola
Jungmöwe im Hafen von Porto Ercole
Jungmöwe im Hafen von Porto Ercole

Die Buchten der Halbinsel sind felsig und in der Regel schwer zugänglich. Aber an der Laguna Ponente im Osten, die durch die beiden Landzungen gebildet wird, liegen einige schöne, lange, von Pinien gesäumte Strände, an denen man baden und das Meer geniessen kann. Einer davon ist sogar ein Naturpark, die Duna Feniglia. Und auch sonst bieten sich viele Möglichkeiten, sich von der Gegenwart des Meeres verzaubern zu lassen. So zum Beispiel von der Küstenstrasse um die Insel aus – die ganz im Südosten einmal nur noch aus einem besseren Feldweg besteht. Oder von den waldigen Höhen des Monte Argentario, wo man vor allem bei Sonnenuntergang einen sensationellen Blick auf die Inseln des toskanischen Archipels geniesst, oder beim Flanieren und Eisessen im malerischen Hafen von Porto Ercole. Nur einen Katzensprung entfernt über den Damm befindet sich Orbetello, ein weiteres kleines, hübsches Städtchen, das ganz vom Meer umgeben ist…

L'Isolotto
L’Isolotto

Die klassische Toscana hat dem Besucher bereits vieles zu bieten – wer die Zeit hat, sollte sich den Abstecher zum überraschenden und vielfältigen Monte Argentario trotzdem gönnen.

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