Die Sliema Point Battery
Die Sliema Point Battery

Langsam nähere ich mich dem Ende der Beitrags-Serie über unsere Malta-Reise diesen Frühling. Nun könnte man denken, dass ich diejenigen Orte, die bei mir den am wenigsten positiven Eindruck hinterlassen haben, natürlicherweise gegen das Ende der Serie zum Zug kommen. Normalerweise stimmt das auch. Mit Sliema ist es etwas komplizierter.

Blick vom Pier unterhalb des Restaurants Tora nach Valletta
Blick vom Pier unterhalb des Restaurants Tora nach Valletta
Festungsmauer beim Fort Tigné mit Blick zur Manoel Island
Festungsmauer beim Fort Tigné mit Blick zur Manoel Island

Einerseits war diese Vorstadt von Valletta unser Feriendomizil und somit natürlich täglich präsent. Andererseits hat Sliema an sich nicht so wahnsinnig viel von dem zu bieten, weswegen man nach Malta reist: keine hübsche Altstadt, keine pittoresken Buchten, von Natur ganz zu schweigen. Aber, und nun kommt das Aber: Um ein paar Tage dort zu leben, ist Sliema gar nicht so schlecht. Es hat einfach andere Qualitäten.

Neue Wohngebäude auf alten Gemäuern am Tigné Point
Neue Wohngebäude auf alten Gemäuern am Tigné Point
Fischerboot an der Spinola Bay
Fischerboot an der Spinola Bay
Fassade im Zentrum von Sliema
Fassade im Zentrum von Sliema

Zum einen gibt es sehr viele verschiedene Restaurants mit Küchen aus aller Welt und Bars. Einige davon liegen sehr schön direkt am Meer – ich denke da an das asiatische Restaurant Tora, in das ich von meiner Frau anlässlich des Vatertags ausgeführt wurde 🙂 mit seinem sensationellen Blick auf die historische Skyline von Valletta. Oder „unseren“ Beachclub in fünf Minuten Fussdistanz vom Hotel. Dann gibt es viele Möglichkeiten zum Shoppen in urbaner Atmosphäre. Am meisten beeindruckt hat mich in dieser Hinsicht der Tigné Point. Früher ein heruntergekommener Flecken mit einem historischen Fort als einziger Sehenswürdigkeit, ist es heute ein attraktives Wohn- und Gewerbequartier mit einem Einkaufszentrum und moderner Architektur, in dessen Zentrum sich die Menschen an schönen Tagen auf einem grossen Platz treffen. Auch uns zog es mehrmals hin zu diesem pulsierenden Zentrum. Ja, und dann darf natürlich die schöne Promenade dem Mittelmeer entlang nicht vergessen werden mit ihrem interessanten, felsigen Ufer, dem ich sogar einen eigenen Beitrag gewidmet habe…

Gasse nahe der Spinola Bay in St. Julian's
Gasse nahe der Spinola Bay in St. Julian’s
Typische Häuserzeile an der Triq il-Mensija
Typische Häuserzeile an der Triq il-Mensija
Beim Palazzo Spinola
Beim Palazzo Spinola

Unmittelbar an Sliema grenzt eine andere Stadt, die bei Touristen sehr beliebt und entsprechend bekannt ist: St. Julian’s. Ich war dort auf meiner ersten Malta-Reise in einem Hotel untergebracht, und ich hatte eigentlich positive Erinnerungen an sie. Insbesondere die Spinola Bay hatte mir damals einen guten Eindruck gemacht, mit den vielen internationalen Restaurants rund um den pittoresken Fischerhafen. Aber entweder war meine Erinnerung getrübt, oder St. Julian’s hat sich zum Schlechten verändert. Das Restaurant, in den wir das Abendessen nahmen, fiel vor allem durch mittelmässige Qualität und unfreundliches Personal auf, und aus dem ehemals authentischen Fischerhafen war ein komplett zugebautes Wohn- und Ferienresort mit Betonblocks geworden.

Am Fond Għadir Beach mit Blick zum Preluna Beach Club
Am Fond Għadir Beach mit Blick zum Preluna Beach Club
Die Sliema Point Battery, die heute das Restaurant Fortizza beherbergt, am Abend
Die Sliema Point Battery, die heute das Restaurant Fortizza beherbergt, am Abend

Nun, ich will mich darüber nicht auslassen und schon gar nicht urteilen. Ich habe auch ein gewisses Verständnis dafür, dass ein kleines und durch die Küstenlinie limitiertes Land wenig Möglichkeiten hat zu wachsen. Und irgendwo muss dieses Wachstum stattfinden. Ich denke, die Malteser unternehmen alles mögliche, um andernorts das kulturelle und natürliche Erbe zu schützen. Ausserdem gibt es auch in St.Julian’s noch einige Orte, wo der ursprüngliche Charakter durchschimmert, so wie die hübsche Häuserzeile an der Triq il-Mensija, die Palazzi an der Triq Spinola oder die Kirche tal-Karmnu an der Balluta Bay. Trotzdem blieb es während der ganzen Woche bei diesem einen Besuch – schliesslich gab es schon nur in unmittelbarer Umgebung genug anderes zu entdecken und geniessen…

Die Festungsanlage auf Manoel Island
Die Festungsanlage auf Manoel Island

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