Blick von der Fürenalp zum Hahnen
Blick von der Fürenalp zum Hahnen

Im Rahmen einer Wanderung im Herbst vor zwei Jahren – über die ich natürlich hier auf dem Blog einen Beitrag publiziert habe – entdeckte ich einen Ort, der für mich zu den schönsten mir bisher bekannten im Alpenraum gehört. Damals nahm ich mir vor, diesen Ort wieder einmal zu besuchen und dann auch noch „die letzte Meile“ zu gehen. Die Rede ist von der Blackenalp, die ich damals nur aus der Ferne sah, weil ich aus Zeit- (und Konditions-)Gründen kurz davor umkehrte. Sie wählte ich als Ziel für meine erste Bergwanderung in diesem Sommer.

Die imposante Ostwand des Titlis
Die imposante Ostwand des Titlis
Auch der Grassengrat spiegelt sich im kleinen See unterhalb der Fürenalp
Auch der Grassengrat spiegelt sich im kleinen See unterhalb der Fürenalp
Über dem Wissberg ziehen erste Quellwolken auf
Über dem Wissberg ziehen erste Quellwolken auf

Ein weiteres Nebenziel für diese Tour war ein kleiner, namenloser Bergsee gerade unterhalb der Fürenalp, von wo aus ich die Wanderung startete. Ich erhoffte mir eine Szene mit schönen Spiegelungen, zum Beispiel der imposanten Ostwand des Titlis, ähnlich wie ich es zwei Jahre zuvor am Spiegelseelein gesehen hatte. Aber auch hier, ein paar Meter unterhalb der Bergstation der Fürenalpbahn wurde ich leicht enttäuscht. Der kleine See ist ebenfalls eingezäunt und mit Wegweisern und Infotafeln umstellt – er soll wohl eher dem Kneippen dienen als als Fotomotiv 🙂 …

Der Blick talauswärts
Der Blick talauswärts
Der Gipfel des Titlis mit schmucken Bergblumen im Vordergrund
Der Gipfel des Titlis mit schmucken Bergblumen im Vordergrund
Der Stierenbach und der Blackenstock
Der Stierenbach und der Blackenstock

Aus diesem Grund verbrachte ich nur kurze Zeit am See und kehrte via den offiziellen Rundweg zurück zur Fürenalp, um gleich in Richtung Blackenalp durchzustarten. Den ersten Teil des Weges bis zur Abzweigung beim Stäuber-Wasserfall kannte ich ja bereits, entsprechend benötigte ich auch nicht zu viel Zeit zum Fotografieren. An einigen Stellen blühten im Gegensatz zum letzten Mal nun Sommerblumen, welche hin und wieder einen schönen zusätzlichen Farbtupfer in die Szene brachten. Nach der Abzweigung nahm ich dann dieses Mal den leichten Anstieg hinauf zur Blackenalp in Angriff.

Die Kapelle auf der Blackenalp unterhalb imposanter Felswände
Die Kapelle auf der Blackenalp unterhalb imposanter Felswände
Wunderschöne alpine Landschaft
Wunderschöne alpine Landschaft
Begegnung mit dem Wächter der Szene...
Begegnung mit dem Wächter der Szene…

Es hat sich in verschiedener Hinsicht gelohnt, diesen zusätzlichen Weg noch unter die Füsse zu nehmen. Wie gesagt, schon der Anblick dieser von imposanten Felswänden und Gipfeln umsäumten Alp aus der Ferne hatte mich damals verzaubert. Jetzt aber konnte ich auch noch die hübsche Kapelle, das Blackenchappeli in die Szene integrieren, während die Quellwolken rund um die Alp für ein wenig Dramatik sorgten. Diese stellen im Sommer oft ein willkommenes gestalterisches Element dar, wenn schon das in der Regel recht harsche sommerliche Licht nicht mit dem warmen, attraktiven Herbstlicht mithalten kann. Eigentlich hatte ich geplant, noch zwei kleine Bergseen oberhalb der Alp aufzusuchen. Aber ich hatte vergessen, die Karten offline herunterzuladen, und in Bezug auf Mobilfunk-Empfang darf man an einem derart abgelegenen Ort natürlich nichts erwarten. Und einfach aufs Gratwohl auf der doch recht steilen Alp herumirren wollte ich auch nicht. Nun gut, das nächste Mal denke ich vielleicht früher an diesen elementaren Teil der Vorbereitung 😉 …

Der Blackenstock thront über der sommerlichen Szenerie
Der Blackenstock thront über der sommerlichen Szenerie
Der Titlis gibt sich auf dem Rückweg etwas bedeckter
Der Titlis gibt sich auf dem Rückweg etwas bedeckter
Ein letzter Blick zurück
Ein letzter Blick zurück

So gab es diesmal also keine weitern Spiegelungen zu entdecken. Dafür begegnete ich einigen Murmeltieren, und auf dem Rückweg konnte ich beobachten, wie die Quellwolken um den Titlis regelrecht tänzelten und alle paar Minuten ein komplett anderes Bild entwarfen. Das ist die schöne Seite des Sommers – auch wenn ich diese Jahreszeit für alpine Wanderungen sonst nicht bevorzuge. Und so konnte ich nach der Rückkehr zur Fürenalp einmal mehr feststellen, dass sich die Wanderung trotz aller Mühen auch dieses Mal gelohnt hatte – und dass die Blackenalp nicht umsonst zu einem Lieblingsort geworden ist…

Zum Schluss machen die Wolken auch dem Hahnen den Hof
Zum Schluss machen die Wolken auch dem Hahnen den Hof

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