Schon wieder ist es vier Monate her, seit wir unsere kleine Jubiläums-Erinnerungs-Reise an den Comersee unternommen haben – wie doch die Zeit vergeht! Im Rahmen dieser nur viertägigen Reise unternahmen wir auch einen Ausflug nach Como. Dies musste nun endlich einmal sein, war ich / waren wir doch zuvor schon so viele Male am Comersee gewesen, ohne je einen Fuss in diese Stadt gesetzt zu haben.


Was der Grund dafür war, ist mir heute etwas rätselhaft. Sicher hatte es mit hartnäckigen Vorurteilen zu tun. In meinem Kopf hatte ich – woher auch immer – von Como das Bild einer schmutzigen, unattraktiven, vielleicht sogar etwas heruntergekommenen oberitalienischen Kleinstadt, um die man besser einen Bogen macht. Vielleicht erwartete ich auch nach einem Besuch in Lecco (auf das diese Attribute durchaus zutreffen) einfach nicht mehr von Como. Wie gut, dass ich dieser Stadt doch noch eine Chance gegeben habe, das ungerechtfertigte Bild zu korrigieren! 🙂 …


Zwar gehört Como auch nach dieser ersten Begegnung nicht zu den „Coup de Cœurs“ wie andere italienische Städte, die wir in den letzten Jahren entdeckt haben – so z.B. Bergamo oder Padua. Aber: Es lässt sich durchaus leben in Como. Der eindrückliche Dom, die mondäne Promenade am See, eine durchaus sehenswerte Altstadt sowie gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants ergeben ein abgerundetes Erlebnis für wenigstens einen kurzen Aufenthalt. Als Ferien-Domizil würde ich die Stadt nach wie vor nicht wählen, dafür gibt es wesentlich schönere Orte am See – aber um ein wenig lebhaftere Italianità als in den verschlafenen Dörfern rundherum zu erfahren, eignet sich Como durchaus.


Ich war, wie so oft in letzter Zeit in städtischer Umgebung, in Como wieder einmal zu faul, die grosse Kamera mitzuschleppen. Darum gibt es auch von Como ausschliesslich Smartphone-Fotos. Und da es nicht ganz ausgeschlossen ist, dass ich diese Stadt bei anderer Gelegenheit wieder einmal sehen werde, ordne ich diesen Beitrag bei den „Notizen“ ein.



