Dieses Bild ist für mich persönlich eines meiner schönsten Reisefotos. Und zwar einerseits des Erinnerungsgehaltes wegen. Diese Reise im Sommer 2013 durch den Westen und Süden Islands war geprägt von strahlendem Sommerlicht und warmen, langen Abenden – was für dieses Land zugegebenermassen eher untypisch ist. Insbesondere die wunderschöne Halbinsel Snæfellsnes habe ich auf dieser Reise von ihrer schönsten Seite erlebt und dabei sogar den oft verhüllten Vulkan Snæfellsjökull mehrmals wolkenlos betrachten dürfen. Ein Strand an seinem Fuss war übrigens Gegenstand einer meiner ersten Artikel auf diesem Blog. Das hier gezeigte Foto ist ebenfalls in einer Bucht auf Snæfellsnes, der Klettsvík entstanden.

Aber die Erinnerung allein entscheidet nicht über den Wert eines Fotos – zumindest nicht für die Betrachter, die die Situation nicht selber miterlebt haben. Über das Emotionale hinaus hat das Bild aber, wie ich schon im Artikel über die Loser-Bilder dargelegt habe, auch noch einige allgemeine herausragende Eigenschaften. Es transportiert in meinen Augen den Charakter der sommerlichen Landschaft Islands enorm gut und überzeugt, wie ich finde, auch vom Formalen her. Die ein längliches Dreieck bildende Spiegelung des Hügelzugs im Wasser der geschützten Bucht ist makellos, und die ganze Szene ist in ein schönes, weiches Abendlicht getaucht. Der festgehaltene Augenblick mit den letzten Sonnenstrahlen auf dem Grasbüschel im Vordergrund ist perfekt, wenn auch zufällig so angetroffen. Dieses Büschel wirkt in diesem Moment sehr gut als Blickfang im Vordergrund und erhält dadurch eine kompositorisch wichtige Funktion zugeteilt.

Das Foto ist übrigens eines der wenigen Bilder, die bei mir zu Hause eine Wand in Form einer Leinwand zieren 🙂 …

Klettsvík - eine Bucht auf der Halbinsel Snæfellsnes auf Island
Klettsvík – eine Bucht auf der Halbinsel Snæfellsnes auf Island

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