Ein altes Industriegebäude bei Lauffohr
Ein altes Industriegebäude bei Lauffohr

Im Beitrag über mein diesjähriges alpines Saisonfinale habe ich geschrieben, dass der frühe Zeitpunkt für diese Wanderung dem Umstand geschuldet war, dass ich ahnte, dass das Wetter danach bald einmal umschlagen würde. Und so kam es dann auch. Auf einen vorwiegend warmen, sonnigen Sommer folgte kurz nach der Wanderung auf den Gibidumpass anderes Einheitswetter: nass, kühl bis kalt und teilweise sogar stürmisch. So wurde es auch recht schwierig, noch einen Zeitpunkt zum fotografieren zu finden, auch in tieferen Lagen. Ich musste auf wenigstens halbe Tage hoffen, an denen das Wetter einigermassen mitspielte. Das kann für einen Fotografen eine rechte Tortur sein – zumal die Phase, wo die herbstliche Natur in voller Farbenpracht steht, nicht allzu lange dauert.

An der Aare bei Lauffohr
An der Aare bei Lauffohr
Herbstliche Farbenpracht
Herbstliche Farbenpracht
Der Weg führt durch einen schönen Auenwald
Der Weg führt durch einen schönen Auenwald

Neben dem Tagesausflug in den Klettgau (Beitrag folgt) zeigte sich an genau einem Vormittag ein wenig die Sonne, und da ich zufälligerweise frei hatte, liess ich mir die Gelegenheit nicht entgehen. Ich hatte schon länger vorgehabt, wieder einmal in der Nähe meines Wohnorts der Aare entlang zu fotografieren. Weil aber von Westen her schon die nächste zusammenhängende Wolkendecke aufzuziehen schien, suchte ich mir ein etwas entfernteres Revier. Ich fuhr mit Bahn und Bus nach Lauffohr, um von dort aus das unter dem Namen „Wasserschloss der Schweiz“ bekannte Gebiet, in dem die Flüsse Limmat, Reuss und Aare zusammenkommen, zu erkunden.

Ein kleiner Moorsee bei Lauffohr
Ein kleiner Moorsee bei Lauffohr
Am Aareufer bei Vogelsang
Am Aareufer bei Vogelsang
Brücke über einen Seitenarm der Aare im Naturwaldreservat Auschachen
Brücke über einen Seitenarm der Aare im Naturwaldreservat Auschachen

Wie so oft hatte ich kurz nach dem Start in Lauffohr wieder einmal das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Zwar weist die Landschaft entlang des Weges am Aareufer zwischen Lauffohr und Brugg nicht den gleichen Wildnis-Charakter auf wie andere Stellen an der Aare, z.B. in den Schutzgebieten zwischen Aarau und Niedergösgen oder bei Biberstein – vielleicht weil die Gewerbegebiete der umliegenden Gemeinden stellenweise deutlich sichtbar sind, Strassen und Bahnlinie die Ruhe beeinträchtigen und einige Brücken die Aare queren. Trotzdem gibt es hier im Naturwaldreservat Auschachen einige sehr schöne Plätzchen mit Sandstränden, Schilf, einem vielfältigen Auenwald und angrenzenden Moorgebieten.

An solchen Abschnitten stellt sich schon ein wenig Wildnis-Feeling ein
An solchen Abschnitten stellt sich schon ein wenig Wildnis-Feeling ein
Sogar kleine Sandstrände finden sich unterwegs
Sogar kleine Sandstrände finden sich unterwegs

Hinzu kam, dass die Bedingungen trotz Kälte und nassen Wegen nahezu ideal waren. Die Bewölkung war interessant und trotzdem nicht zu dicht, so dass die Sonne immer wieder zum Vorschein kam, und das Herbstlaub befand sich in einem sehr schönen und intensiven Stadium. So spazierte ich den ganzen Weg zurück nach Brugg und konnte dort sogar noch einige pittoreske Winkel in der Altstadt geniessen – doch diese stelle ich etwas später in einem separaten Beitrag vor 😉 …

Blick von einer Brücke im Geissenschachen am Stadtrand von Brugg
Blick von einer Brücke im Geissenschachen am Stadtrand von Brugg

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