Die nächste Station unserer Sommerreise war die Insel Krk. Der kurze Name ist nicht so unaussprechlich, wie er aussieht 🙂 … Die Kroaten fügen in der Aussprache zwischen zwei Konsonanten oftmals ein schwaches i ein. Somit wird Krk in der Aussprache zu Kirk (oder eher Kürk). Dasselbe gilt für einen anderen Ort auf der Insel, auf den ich weiter unten eingehen werde: Vrbnik – oder phonetisch Virbenik. (warum dann zwischen dem n und dem k trotzdem ein richtiges i steht? Lassen wir diese Frage 😉 …)
Krk ist eine der grösseren Inseln in der Kvarner Bucht, entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten, die sie dem Besucher bietet. Man erreicht sie auf dem Landweg von Rijeka her über eine Brücke, oder aber direkt von der istrischen Halbinsel über eine Fährverbindung via die Insel Cres. Wir hatten unser Quartier in der Altstadt des Hauptorts Krk, in einem schönen, kleinen, familiären Hotel in einer malerischen Seitengasse, das von einem jungen Team geführt wird. Die Altstadt von Krk ist wesentlich kleiner als die von Rovinj, sie bietet aber mit dem Schloss der Frankopani, der Kathedrale und dem grossen Fischereihafen doch einige interessante Attraktionen. Es gibt auch, wie eigentlich überall an dieser Küste, zahlreiche Open-Air-Restaurants mit meist italienischer oder mediterraner Küche. Ja, und dann ist da ja noch der Rest der Insel…
Krk ist ein recht zerklüftete Insel, die auf den Höhen und entlang der Küsten zahreiche Wander- und Bike-Routen bietet. Ausserdem gibt es zwei weitere grössere Orte, bei denen sich ein Besuch wirklich lohnt. Im Südosten liegt an einer grossen, schönen Bucht das Dorf Baška, das mit den pittoresken Gassen aus hellen, farbigen Häusern, einer schönen Promenade und einen langen Strand lockt. Bei einem Mittagessen am Meer in Baška haben wir einmal mehr die Erfahrung gemacht, die ein wichtiger Aspekt Kroatiens ist: Auch im Fall absolut mangelhafter (bis mitunter inexistenter 🙂 ) Englischkenntnisse sind die Gastgeber extrem freundlich und hilfsbereit.
Vrbnik ist von Charakter her ganz anders als Baška, aber auch sehr sehenswert. Das Dorf liegt nicht direkt am Meer, sondern auf einem Hügel, und in seinen teilweise uralten Gässchen pulsiert das Leben weniger als in Baška oder Krk. Trotzdem ist es sehr schön, den steilen Weg vom Zentrum hinunter an den Hafen zu nehmen dabei die schönen Ausblicke zu geniessen und in der etwas versteckten Bucht am Strand an der Sonne zu sitzen oder ein Glas Rosé zu trinken.









Bin nur zufällig auf den Beitrag gestoßen und möchte kurz klugscheißern: Krk heißt Krk und wird auch Krk ausgesprochen.
LG, eine Kroatin