Munter plätschert die Furkareuss im obersten Urserental über die Felsen
Munter plätschert die Furkareuss im obersten Urserental über die Felsen

Letzthin ist mir eine Idee für ein neues Langzeit-Fotoprojekt zugefallen. Obwohl man ja oft Gefahr läuft, bei der Realisierung eines vollmundig angekündigten Projekts irgendwann unterwegs zu scheitern 🙂 möchte ich es den LeserInnen meines Blogs trotzdem an dieser Stelle schon einmal vorstellen – und auch gleich den ersten Teil publizieren. Kern des Projekts ist der Fluss Reuss in der Schweiz, dessen Lauf und Landschaften ich in den nächsten Monaten und Jahren vom Ursprung bis zur Mündung fotografisch portraitieren möchte. Diese Idee ist sicher nicht neu, aber es ist etwas, was mich schon seit jeher fasziniert hat, wenn ich jeweils in den Bergen entlang der Mündungsgebiete der grossen Flüsse Rhein, Rhône, Aare, Tessin und Reuss unterwegs war – der Gedanke an den weiten und vielfältigen Weg, den diese Flüsse zurücklegen.

Warum nun ausgerechnet die Reuss? Nun, ich stellte in diesem Moment als mir die Idee kam fest, dass dieser Fluss mich eigentlich schon ein Leben lang begleitet und ich auch früher schon – damals noch oft nicht gezielt – immer wieder an seinen Ufern unterwegs gewesen bin. Ein anderer Punkt ist der: Ich kenne keinen anderen Fluss, der in seinem Quellgebiet derart viele Nebenflüsse hat, die seinen Namen tragen. Und das sind im Fall der Reuss einige – hier eine kleine Aufzählung:

  • Furkareuss
  • Wittenwasserreuss
  • Muttenreuss
  • Gotthardreuss
  • Voralpreuss
  • Oberalpreuss
  • Unteralpreuss
  • Göschener Reuss
  • Dammareuss
  • Chelenreuss
  • Meienreuss
Sogar im August liegt hier auf 2641 Metern über Meer noch Schnee
Sogar im August liegt hier auf 2641 Metern über Meer noch Schnee

Ich hoffe, ich habe keine vergessen. Und sonst kann mir ein profunder Kenner der Zentralschweiz sicher etwas auf die Sprünge helfen 🙂 … Alle diese Seitenarme sowie auch den restlichen Lauf der Reuss bis zur Mündung in die Aare bei Brugg möchte ich im Lauf der Zeit fotografisch begleiten. Um den Zusammenhang für andere Interessierte sichtbar zu machen (zumal die geografische Reihenfolge höchstwahrscheinlich nicht eingehalten werden wird), habe ich eine eigene Kategorie „Projekt Reuss“ eröffnet, unter der man die dazugehörigen Artikel wird abrufen können.

So, und weil ich jetzt schon ziemlich viel geschrieben habe, fasse ich mich für den ersten Teil des Projekts kurz: Letzten Mittwoch war ich im obersten Urserental unterwegs, wo die Furkareuss am Fuss der Muttenhörner ihren Ursprung hat. Ich besuchte diesen Ort ursprünglich aus einem anderen Interesse, nämlich weil ich einmal gesehen hatte, dass sich dort an der Reussquelle drei schöne Bergseen finden. Sie sind relativ einfach von der Furka-Passhöhe auf einem gut ausgebauten Wanderweg erreichbar, lediglich 220 Höhenmeter sind dabei zu überwinden. Die Landschaft, die einen dort erwartet, ist diese kleine Strapaze mehr als Wert 🙂 … Seht euch dazu einfach die Bilder an.

Der Griegufergrat spiegelt sich in einem der drei namenlosen Bergseen
Der Griegufergrat spiegelt sich in einem der drei namenlosen Bergseen
Hochalpines Farbenspiel mit Galenstock-Panorama
Hochalpines Farbenspiel mit Galenstock-Panorama
Karge Berglandschaft im oberen Urserental
Karge Berglandschaft im oberen Urserental

Ich werde mich zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher mit der Furkareuss und den Seitenarmen Wittenwasser- und Muttenreuss beschäftigen. Es gibt in diesen Tälern oberhalb von Andermatt nämlich noch einiges zu entdecken.

Ausblick vom Furkapass zu den Gipfeln im Aaremassiv
Ausblick vom Furkapass zu den Gipfeln im Aaremassiv

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