Im Juli 2013 unternahm ich meine zweite Bretagne-Reise. Die Bretagne ist ein wunderbares Ziel, aber leider sehr weit entfernt. Aus diesem Grund ist es ratsam, die An- und Rückreise mit dem Auto aufzuteilen. Dies lässt sich einrichten, indem man entweder einfach irgendwo übernachtet, oder aber indem man bewusst eine oder mehrere Zwischenstationen einbaut. So geschehen in jenem Sommer. Auf der Hinreise machte ich die überraschende Entdeckung von La Ferté-Bernard, und auf dem Heimweg plante ich sogar zwei Übernachtungen ein, um einige der Loire-Schlösser zu entdecken.


Das Loire-Tal ist wahrscheinlich jedem Frankreich-Reisenden ein Begriff. Rund vierhundert Schlossanlagen liegen entlang der Loire und ihrer Nebenflüsse, vom Burgund bis hinunter in die Region Pays de Loire. Auch wenn ich schon oft von diesem faszinierenden kulturellen Reichtum gehört hatte, war es mir noch nie eingefallen, eigens in dieser Region Ferien zu planen. So nutzte ich die genannte Gelegenheit, mir einen, wenn auch zwangsläufig nur flüchtigen, Eindruck von ihr zu verschaffen. Als Basis für die zwei Nächte wählte ich die Stadt Blois, die nicht nur einen guten Ausgangspunkt für die Besichtigung der Schlösser von Chenonceau und Chambord bot, sondern auch selber über eine interessante Altstadt mit Schloss verfügt. Als Übernachtungsort diente mir – stilgerecht – ein zum Hotel umfunktioniertes altes Schlösschen, das Château de la Rozelle einige Kilometer südlich von Blois.


Die beiden Schlösser Chambord (ca. zehn Kilometer von Blois enfernt) und Chenonceau (ca. 30 Kilometer) gehören zusammen mit Blois und Amboise zu den kulturhistorisch herausragenden Bauten im Loire-Tal. Entsprechend gross ist auch der Besucherandrang – ein Fakt, der mich normalerweise vom Besuch eines Ortes abhält. Aber manchmal hat man einfach keine andere Wahl 😉 … Schloss Chenonceau schaute ich mir trotzdem sehr ausführlich an. Der Bau mit der dreistöckigen Brücke über den Fluss Cher ist sehr pittoresk, und der Zugang zum Schloss über eine Allee mit uralten Platanen sehr schön.


Für das Schloss Chambord, das das berühmteste der Loire-Schlösser ist, hatte ich dann schon keine Nerven mehr 🙂 und ich verzichtete darauf, mir diesen prächtigen Bau von innen anzusehen. Allerdings ist Chambord allein schon von aussen sehr beeindruckend, und aus dem Park mit seinem grossen Wassergraben bieten sich einige sehr schöne Anblicke. Auf dem Wassergraben kann man sogar mit einem Mietboot einige Runden paddeln. Überhaupt, einer der in meinen Augen interessantesten Aspekte an Schlossanlagen sind die meist sehr liebevoll gestalteten Gärten und Parks, die sie umgeben.

So kann ich mir durchaus vorstellen, mich bei anderer Gelegenheit etwas ausführlicher mit den Schlössern der Loire zu befassen. Einen guten Vorgeschmack habe ich auf diesem kurzen Abstecher durchaus erhalten.



Guten Tag,
Ein sehr sehenswertes Schloss ist das Schloss von Montsoreau. Es ist das einzige Schloss an der Loire das im Flussbett gebaut wurde und es ist auch das erste Schloss an der Loire im Renaissancestil. Es wurde 1450 von Jean II de Chambes errichtet. Später inspirierte es viele Künstler wie Rodin, William Turner und auch Alexandre Dumas.
Seit 2016 ist es ein Museum für Zeitgenössische Kunst und beherbergt eine einzigartige Kollektion von Konzeptueller Kunst. Es ist ein Must für Schloss-Kunstliebhaber.
Liebe Grüsse!
Vielen herzlichen Dank für diesen interessanten Hinweis!
Liebe Grüsse
Andreas