Im Rahmen der Auswahl für die Fundstücke aus Graubünden bin ich auf einige Fotos von einer sehr schönen Wanderung gestossen. Ich habe diese sogar schon mehr als einmal gemacht, das erste Mal allerdings noch in der vordigitalen Ära – von dieser Exkursion existieren also lediglich einige Dias (bzw. inzwischen nur noch Scans). Der kurze und nicht allzu anstrengende Weg – lediglich gut 200 Höhenmeter müssen überwunden werden – hat seinen Ausgangspunkt beim Ospizio auf dem Julierpass.


Ziel der Wanderung war für mich beide Male der Leg Grevasalvas, der wunderschön in einer moorigen Mulde am Fuss der eindrücklichen Felswand des Piz Lagrev liegt. Doch offensichtlich hat es mir der kleine, namenlose Bergsee mit seinem felsigen Ufer, kurz nach dem Kulminationspunkt der Wanderung, mehr angetan als der Leg Grevasalvas selber. Anders kann ich mir nicht erklären, dass vielmehr Fotos an seinem Ufer entstanden sind als an seinem „grossen Bruder“.


Aber das wird sich sicher eines Tages noch ändern. Schon seit einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, diese Wanderung wieder einmal zu unternehmen und dann etwas mehr Zeit am eigentlichen Ziel zu verbringen. Ausserdem habe ich beim Kartenstudium gesehen, dass ganz in der Nähe des Leg Grevasalvas noch weitere namenlose Bergseen in einem Felsenkessel liegen – wer weiss, was für Anblicke und Motive sich von dort aus ergeben werden 🙂 …


