Manche fotografischen Gelegenheiten entdeckt man wirklich per Zufall, nicht durch Planen, Ausprobieren, Rekognoszieren – sondern sie fallen einem sprichwörtlich in den Schoss. Dies kann überall passieren, aber die Chancen sind natürlich an den Orten am grössten, an denen man sich täglich oder einfach häufig aufhält. Dort hat man auch die Möglichkeit, zu einem Motiv zurückzukehren, wenn man es nicht gleich beim ersten Anlauf festhalten kann. So ist es auch mir wieder einmal passiert am diesjährigen Heiligabend in Bern, meinem Arbeitsort.

Tags zuvor war ich mit einer Arbeitskollegin über Mittag ein Stück der Aare entlang joggen gegangen und kam dabei beim Schwellenmätteli an einer Stelle vorbei, die ich schon x-mal zu Fuss passiert hatte. Diesmal fiel mir aber auf, dass aufgrund des derzeit sehr niedrigen Wasserstands der Aare der kiesige Grund des Flussbetts zum Vorschein gekommen war und sich darin grössere Pfützen gebildet hatten. In diesen spiegelte sich die Altstadt mit dem Mattenquartier und dem Münster wunderbar – eine Erscheinung, die man so eher selten zu Gesicht bekommt. Dies war für mich natürlich Anlass genug, tags darauf die Kamera mit ins Büro zu nehmen und über Mittag in etwas gemächlicherem Tempo 🙂 an dieser Stelle vorbeizuspazieren. Dabei sind mir einige Fotos gelungen, mit denen ich recht zufrieden bin (obwohl der Münsterturm auf dieser Seite immer noch ein wenig eingerüstet ist, was ich als sehr störend empfinde). Zwei davon zeige ich euch hier gerne…

Der Blick in Richtung Kirchenfeldbrücke...
Der Blick in Richtung Kirchenfeldbrücke…
...und flussabwärts zum Mattenquartier
…und flussabwärts zum Mattenquartier

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