Erste Sonnenstrahlen am Ruchstock
Erste Sonnenstrahlen am Ruchstock

In den letzten Jahren ist es eher schwierig geworden, im Dezember irgendwo in der Schweiz schon richtigen Winter anzutreffen. Mit „irgendwo“ meine ich natürlich nicht einfach irgendwo 🙂 … Sondern an einem Ort, der nicht allzu weit weg von zuhause und mit dem öV relativ schnell erreichbar ist, den ich nicht schon hundert Mal besucht habe und an dem schon genug Schnee liegt – also auch auf den Bäumen. Gerade letzterer Punkt ist für die fotografische Attraktivität nicht unerheblich, aber nach einem grösseren Schneefall, gefolgt ein paar sonnigen Tagen meist nicht mehr gegeben.

Der Grossteil des Trübsees liegt noch im Schatten
Der Grossteil des Trübsees liegt noch im Schatten

In den letzten Tagen des Jahres 2019 hatte ich noch einen Ferientag zum aufbrauchen und wollte ihn genau für so eine Foto-Expedition nutzen. Wer meine Unentschlossenheit bei der Planung von Fototouren kennt, kann sich vorstellen, dass es eine Qual war zum Ziel zu kommen. Dennoch fand ich irgendwann einen Ort, der fast allen oben genannten Kriterien entsprach. Allerdings wusste ich das trotz minutiösem Webcam-Studium bis im letzten Moment nicht so genau und musste ein Stück weit auf gut Glück gehen.

Blick zu den Gipfeln auf der Sonnenseite des Engelberger Tals
Blick zu den Gipfeln auf der Sonnenseite des Engelberger Tals

Als ich kurz vor acht Uhr mit dem Zug in Engelberg einfuhr und den Blick hoch zu den umliegenden Bergen richtete, war ein kurzer „Ooohh“-Moment angesagt! Das Licht um diese Zeit an diesem Tag Ende Dezember war einfach überwältigend. Und ausserdem zeigte mir der Blick bergwärts in diesem Moment, dass ich richtig spekuliert hatte: Rund um den Trübsee lag tatsächlich ziemlich viel Schnee.

Auf dem Abstecher Richtung Obertrübsee
Auf dem Abstecher Richtung Obertrübsee
Der Ausblick kurz vor der Rückkehr zur Seilbahnstation
Der Ausblick kurz vor der Rückkehr zur Seilbahnstation
Blick von Engelberg zum Gross Spannort
Blick von Engelberg zum Gross Spannort

Obwohl schon massenweise Skifahrer unterwegs waren, gelangte ich mit der Seilbahn relativ rasch hinauf zur auf 1796 Meter gelegenen Bergbahnstation am Trübsee. Ich kam gerade in einem Moment an, wo die Strahlen der aufgehenden Sonne einzelne der umliegenden Gipfel zu kitzeln begann. So konnte ich mich während des ganzen Spaziergangs rund um den See und Richtung Obertrübsee eines herrlichen Mischlichts erfreuen. Und als die Schlangen an den Bergbahnen schon Dimensionen von Dutzenden von Metern angenommen hatten, war ich bereits wieder auf der Gondel talwärts. Einmal mehr hatte sich gezeigt: Früh aufstehen lohnt sich auch dann, wenn man nicht unbedingt auf den Sonnenaufgang aus ist… Und um nochmals kurz auf den eingangs erwähnten Kriterienkatalog einzugehen: Auf den Bäumen lag tatsächlich schon kein Schnee mehr. Ich persönlich finde, es hat den Bildern nicht geschadet 😉 …

Sakral-architektonischer Beifang dieses Morgens: Die Klosterkirche von Engelberg
Sakral-architektonischer Beifang dieses Morgens: Die Klosterkirche von Engelberg

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.