
Nach dem Aufenthalt auf der Coromandel Peninsula (beschrieben im Teil 2 dieser Artikelserie) trennten mich nur wenige Meilen von den Thermalgebieten um Rotorua. Unterwegs besuchte ich noch Tauranga, einen sehr schönen, lebhaften Badeort an der Bay of Plenty, der sogar schon fast ein wenig mediterranes Ambiente ausstrahlt. Ebenfalls an der Route lagen einige schöne Seen, zum Beispiel der Lake Rotokakahi (Blue Lake ), der Lake Tikitapu (Green Lake) und der Lake Tarawera. Während das Ufer des Green Lake nicht zugänglich ist, da dieser See den Maori heilig ist, laden die Ufer der beiden anderen Seen an verschiedenen Stellen zum Wandern oder Baden ein.

Waimangu Valley und Wai-O-Tapu

Zwei der Punkte, die die Faszination Neuseelands für uns Mitteleuropäer ausmachen, sind sicher der Vulkanismus und die geothermischen Aktivitäten. Die Gegend um Rotorua ist geothermisch sehr aktiv. Entsprechend speziell ist die Landschaft dort. Das Waimangu Valley fasziniert mit seinen inmitten von üppigem Grün liegenden dampfenden Seen und Flüssen sowie den Sinterterrassen, während in Wai-O-Tapu – wo es ebenfalls überall dampft und blubbert – vor allem die knalligen Farben in Gewässern und Felsen zum Staunen einladen.


Tongariro National Park

Meine nächste Basis war Turangi, etwas südlich des Lake Taupo im Zentrum der Nordinsel. Von hier aus konnte ich wunderbar den Tongariro National Park erkunden. Eigentlich hatte ich eine etwas grössere Wanderung geplant, doch die Wettervorhersage war alles andere als gut für diesen Tag. Nun, eigentlich wusste ich ja, dass in Neuseeland nicht einmal die Prognose für die nächste Stunde genau stimmt 🙂 … Trotzdem liess ich mich von meinem Plan abbringen und startete von Whakapapa aus zu einer kleinen Runde an die Taranaki Falls. Diese Wanderung bietet sehr schöne Blicke auf Mount Ngauruhoe und Mount Ruapehu, obwohl sie nicht so tief ins Innere des Parks führt.


Die Gesetzmässigkeit, dass neuseeländische Wettervorhersagen nie eintreffen, bestätigte sich auch an diesem Tag. Das Wetter wurde zunehmend besser, und nach dem Abstieg von den Taranaki Falls durch dichte Wälder konnte ich bei strahlender Sonne freien Blick auf die beiden markanten Berge werfen…


Hier geht es weiter zu Teil 4 – Taranaki und Wellington
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