Fox Glacier
Blick auf den Fox Glacier

Die letzte Station auf meiner Reise entlang der Westküste (beschrieben im Teil 6: West Coast) war Fox Glacier, ein kleiner Ort am Fusse des gleichnamigen Gletschers. Hier wollte ich den Lake Matheson umrunden, in dessen Wasseroberfläche sich bei idealen Bedingungen der höchste Berg Neuseelands, der Mount Cook, spiegelt. Ich brauche es wohl nicht speziell zu erwähnen – ich traf natürlich nicht die idealen Bedingungen an 🙂 Erstens war es an diesem Nachmittag nicht windstill, und zweitens waren die höchsten Gipfel des angrenzenden Mount Cook National Park grösstenteils von dichten Wolken eingehüllt. Die Wanderung um den Lake Matheson lohnte sich trotzdem, denn die Landschaft und das Seeufer sind sehr schön, und die Berge hatten mit dem Wolkenschleier auch etwas Geheimnisvolles, Unnahbares an sich…

Lake Matheson
Am Nordufer des Lake Matheson mit Blick zu den verhüllten Gipfeln um den Mount Cook

Am Lake Matheson
Landschaft am Lake Matheson
Strand bei Haast
Bucht in der Nähe des Knight’s Point

Ursprünglich hatte ich noch die Hoffnung, einmal einen Blick auf die majestätischen Südalpen-Gipfel werfen zu können. Aber das Gegenteil war der Fall – das Wetter wurde immer schlechter, und am anderen Morgen, als ich wieder aufbrach, war der Himmel nur noch grau. Somit präsentierten sich auch einige der Highlights, die noch an meiner weiteren Route entlang der Westküste lagen, nicht ganz so attraktiv – so z.B. die Bruce Bay oder der Knight’s Point.

Die anschliessende Fahrt über den Haast Pass entlockte mir als Alpenpass-Erprobten ein leises Schmunzeln. Der State Highway 6 steigt zunächst ohne allzu viele Kurven über eine lange Strecke sanft an, um dann irgendwann unvermittelt wieder ebenso sanft zu Tale zu führen. Nun gut, von einem Übergang mit nur 563 Metern Höhe über Meer darf man keine alpinen Szenerien erwarten 🙂 Dafür gibt es einige sehr schöne Stellen am Fluss und sehenswerte Wasserfälle…

Wasserfall am Haast Pass
Wasserfall am Haast Pass

Auf der anderen Seite des Passes aber erwartete mich wieder eine durchaus alpine Landschaft mit den ersten der grossen Seen, die der Südinsel ihr unverwechselbares Gesicht geben. Bei langsam wieder aufklarendem Wetter passierte ich zunächst den nördlichen Ausläufer des Lake Wanaka, folgte dann ein Stück dem Ufer des Lake Hawea und erreichte schliesslich den Ort meines nächsten Aufenthalts, Wanaka.

Lake Wanaka
Das intensiv blaue Wasser des Lake Wanaka
Am Ufer des Lake Hawea
Am Ufer des Lake Hawea – das Wetter kann sich noch nicht so recht entscheiden

Wanaka ist ein relativ grosser, belebter Ort direkt an südlichen Ufer des Sees, der gut als Ausgangspunkt für die Erkundung des Mount Aspiring National Park genutzt werden kann. Für mich lag eine solche Expedition zeitlich nicht drin, aber da ich in Wanaka zwei Übernachtungen gebucht hatte, nutzte ich die Gelegenheit für einen Spaziergang auf den Mount Iron – einen kleinen, aber aussichtsträchtigen Hügel mit schönen Ausblicken auf den Lake Wanaka und – zumindest theoretisch – die umliegenden Alpen.

Ausblick vom Mount Iron
Ausblick vom Mount Iron über den Lake Wanaka

Wie das Foto zeigt, hingen noch immer hartnäckige Wolken an den Gipfeln der Südalpen. Dies sollte sich jedoch noch ändern – mehr wird hier noch nicht verraten…

Hier geht es weiter zu Teil 8 – Canterbury Region

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