Wakefield-Motaku-Highway
Landschaft am Wakefield-Motaku-Highway

Nach dem im letzten Teil dieser Artikelserie beschriebenen Sprung auf die Südinsel und dem Besuch des Abel Tasman National Park erwartete mich nun ein Streckenabschnitt, auf den ich mich ganz besonders gefreut hatte: Die Fahrt entlang der Westküste. Zuerst galt es aber nochmals, einsames Busch- und Waldland zu durchqueren. Von Richmond führt der State Highway 6 quer durch den Norden der Südinsel nach Westport. Dabei kommt man unter anderem an einer Stelle vorbei, wo man den Buller River auf der angeblich längsten Hängebrücke Neuseelands überqueren kann – was ich natürlich ausprobieren musste 🙂 Es mag sein, dass es die längste Neusselands ist – aber in der Schweiz gibt es definitiv spektakulärere Hängebrücken…

Cape Foulwind

Steilküste am Cape Foulwind
Steilküste am Cape Foulwind

Ich hatte im Rahmen der Reisevorbereitungen schon viel über die Westküste gelesen, aber vom Cape Foulwind hatte ich noch nicht gehört. Umso überraschter war ich über die Entdeckung dieses wilden, schönen Fleckens Erde bei Westport am Meer. Offenbar hat das Kap seinen Namen von den regnerischen Böen, die an dieser exponierten Stelle herrschen können. Regen fiel zwar glücklicherweise keiner, die Winde waren allerdings schon stark – was aber für ein spannendes Schauspiel der Wellen sorgte, die sich an den Felsen brachen. Neben der schönen Küstenlinie mit einigen Spazierwegen bietet das Kap dem Besucher eine Robbenkolonie und ein wunderschönes Restaurant direkt an der Tauranga Bay, das Bay House Café.

Bucht südlich des Kaps
Bucht südlich des Kaps
Die Wellen brechen sich an den Felsen
Die Wellen brechen sich an den Felsen

Punakaiki und Greymouth

Felsformation am State Highway 6
Felsformation am State Highway 6

Am nächsten Tag folgte ich weiter dem State Highway 6, der nun meistens direkt der Küste in Richtung Süden folgt. Ich durfte das Wetterglück für mich in Anspruch nehmen, denn oftmals ist die Westküste der Südinsel verregnet (wie es sich für eine Westküste halt gehört 🙂 …). So aber konnte ich die bekannten Felsformationen der Pancake Rocks bei strahlender Sonne geniessen, was mir einerseits den Blick der Küste entlang bis hin zu den Südalpen eröffnete und andererseits die Szenerie in ein unglaubliches Farbenspiel verwandelte.

Pancake Rocks
Punakaiki – die markant geschichteten Pancake Rocks

Die Pancake Rocks gehören sicher zu den bekanntesten Spots der Westküste, aber die ganze Küstenstrasse bietet einen schönen Ausblick am anderen. Auch ein Stück im Landesinneren gibt es viele interessante Plätze zu entdecken. Ich unternahm von meiner Übernachtungsbasis Greymouth aus beispielsweise einen abendlichen Ausflug an den etwa eine Autostunde entfernten Lake Brunner, den bereits eine recht alpine Szenerie umgibt.

Motukiekie Rocks
Die Motukiekie Rocks etwas nördlich von Greymouth
Lake Brunner
Am Ufer des etwas östlich von Greymouth gelegenen Lake Brunner

Hier geht es weiter zu Teil 7 – Hawea und Wanaka

4 Kommentare

  1. Kia Ora Andreas,
    ein schöner Artikel und sehr schöne Bilder über diesen wunderbaren Teil der Südinsel. Mir hat das alles auch sehr gut gefallen dort. Besonders die Küstenstraße ist überwältigend. Rechts die Tasmansee und links der Straße der Urwald, herrlich. So ursprünglich, dass ich manchmal das Gefühl hatte, weit in der Zeit zurückgereist zu sein.

    Viele Grüße
    Steffen

    1. Hallo Steffen
      Danke vielmals für deine positive Rückmeldung. Ja, die Westküste der Südinsel war für mich auch einer der faszinierendsten Teilstrecken meiner bisherigen NZ-Reisen…

      Beste Grüsse
      Andreas

      PS: Ich muss mir dann bei Gelegenheit deine Website etwas genauer anschauen 😉 …

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