Der dichte Nebel lässt nicht viel erkennen...
Der dichte Nebel lässt nicht viel erkennen…

Der Hügelzug des Weissenstein ist einer der Orte im Jura, die ich immer wieder gerne aufsuche. Zum einen, weil er relativ schnell und einfach erreichbar ist von uns zu Hause aus, zum anderen, weil es dort oben sehr schöne Wanderrouten und Aussichtspunkte gibt, die mir das Gefühl der Freiheit und des Genusses der Natur vermitteln, das ich am Jura so liebe. Die Wanderung vom Kurhaus zur Röti und zum felsigen Balmfluehchöpfli ist besonders schön und aussichtsreich. Ich habe bereits zu einem früheren Zeitpunkt einen Beitrag hier auf dem Blog veröffentlicht, nachdem ich an einem schönen Wintermorgen dort oben auf Fototour war.

Trotzdem nehmen wir den "Weg der Hoffnung" entlang des Gratwaldes in Angriff
Trotzdem nehmen wir den „Weg der Hoffnung“ entlang des Gratwaldes in Angriff
Am Balmfluehchöpfli gab dann der Nebel endlich den Blick frei
Am Balmfluehchöpfli gab dann der Nebel endlich den Blick frei
Sitzbank mit Aussicht
Sitzbank mit Aussicht

Vor Kurzem unternahm ich diese Wanderung wieder einmal, gemeinsam mit unserer älteren Tochter. Wir suchten eine Wandermöglichkeit in der Nähe, und ich wollte ihr diesen schönen Ort einmal zeigen. Wie so oft im Herbst war es letztendlich eine Spekulation, ob wir es über die Grenze des Hochnebels schaffen würden oder nicht. Die Wetterprognosen gaben eine Obergrenze von 800 – 1200m an, und der Ausganspunkt der Wanderung liegt schon auf 1300m. Trotzdem sah es am Anfang danach aus, als würden wir enttäuscht werden. Zwar drang im hinteren Teil des Naturparks Thal, gegen Welschenrohr, etwas Sonne und blauer Himmel durch den Nebel. Aber auf dem Berg oben wanderten wir direkt in eine Nebelwand hinein. Ich hatte sogar den Eindruck, sie werde zunehmend dichter.

Der Blick in Richtung Osten
Der Blick in Richtung Osten
Wunderschöne, vom Wind geprägte Buchen
Wunderschöne, vom Wind geprägte Buchen
Charakterbäume
Charakterbäume

Auf der Röti angekommen – natürlich ohne jegliche Aussicht – entschieden wir uns, es trotzdem zu wagen und zum Balmfluehchöpfli weiterzuwandern. Während wir durch den Buchenwald am Nordhang des Hügelzugs abstiegen, begann die Sonne fast unmerklich über den Nebel die Oberhand zu gewinnen. So waren wir überrascht, auf dem Balmfluehchöpfli eine wunderbare Weitsicht über den Hochnebel bis hin zum Alpenkranz geniessen zu dürfen. Der Blick zurück zeigte uns zudem, dass inzwischen auch die Röti komplett nebelfrei war. So entschlossen wir uns dazu, wieder zum Gipfel zurückzuwandern und dort unser Picknick einzunehmen 🙂 …

Zurück auf der Röti konnten wir doch noch den Ausblick geniessen
Zurück auf der Röti konnten wir doch noch den Ausblick geniessen

Wenn man einen Ort so oft besucht, ist es schwierig, ganz neue Fotos machen zu können. Dieses Mal aber präsentierten sich die zahlreichen Buchen in einen sehr schönen, orangen bis dunkelroten Laubgewand. So hatte ich das hier oben noch nie angetroffen…

Blick hoch zu den Felswänden der Wolfsschlucht
Blick hoch zu den Felswänden der Wolfsschlucht
Die Schlucht im Herbstkleid
Die Schlucht im Herbstkleid

Im Anschluss an unsere kleine Wanderung machten wir noch einen Halt bei der Wolfsschlucht. Der Bach führte kein bisschen Wasser, was natürlich etwas schade war. Die Schlucht mit ihren hohen und teilweise stark überhängenden Felswänden ist trotzdem imposant, und das farbige Laub der Buchen und Ahorne verliehen ihr ein richtig zauberhaftes Gewand…

Herbstliches Detail in der Schlucht
Herbstliches Detail in der Schlucht

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