Das Restaurant "Les Louvières"
Das Restaurant „Les Louvières“

Nach dem durchwegs gelungenen Start unserer Frühlingsreise in der Umgebung von Nantua setzten wir unseren Weg in Richtung Norden fort. Schon nach wenigen Kilometern auf der D31 hatten wir die Grenze zum Departement Jura erreicht. Nicht, dass dies über alles gesehen landschaftlich einen grossen Unterschied gemacht hätte, denn wie gesagt, das Juragebirge erstreckt sich über eine wesentlich grössere Fläche als das gleichnamige Departement.

Ausblick von Les Louvières zu den noch verschneiten Graten des Juragebirges
Ausblick von Les Louvières zu den noch verschneiten Graten des Juragebirges
Der Blick hinunter zum langgezogenen Lac de Vouglans
Der Blick hinunter zum langgezogenen Lac de Vouglans
Am Ufer des Lac de Chalain bei Fontenu
Am Ufer des Lac de Chalain bei Fontenu

Unseren ersten Stopp legten wir am Lac de Vouglans ein, genauer gesagt an einem Aussichtspunkt über dem See in der Nähe von Moirans-en-Montagne. Dieser langgezogene See, der durch eine Stauung des Ain gebildet wird, bietet einige schöne Ausblicke, und es war gar nicht so einfach, sich für einen davon zu entscheiden. An diesem Aussichtspunkt gab es sogar ein Restaurant, und wir waren gerade um die Mittagszeit herum dort. Trotzdem entschieden wir uns, ein anderes Restaurant etwas weiter in den Bergen anzusteuern, da wir unterwegs ein wenig nachgeforscht und Rezensionen verglichen hatten 😉 … Und diese Entscheidung bereuten wir nicht, auch wenn wir uns zuerst noch verfuhren und es dadurch recht spät wurde. Mitten im Nirgendwo fanden wir ein Restaurant (Les Louvières in der Nähe von Lavans-lès-Saint-Claude), das zwar nur eine sehr kleine Karte hatte, aber dafür gastronomisch absolut hochwertige Küche – wie es eigentlich typisch ist für den Jura, wie wir nun langsam realisierten.

Der Cirque du Fer à Cheval und Les Planches-près-Arbois
Der Cirque du Fer à Cheval und Les Planches-près-Arbois
Und hier schon ein kleiner Vorgeschmack auf Arbois, das Gegenstand des nächsten Beitrags sein wird ;-)
Und hier schon ein kleiner Vorgeschmack auf Arbois, das Gegenstand des nächsten Beitrags sein wird 😉
Die spektakuläre Strasse kurz vor Arbois
Die spektakuläre Strasse kurz vor Arbois

Frisch gestärkt setzten wir die Reise in Richtung Arbois fort, wo für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause sein würde. Nach den spektakulären Landschaften rund um Nantua waren wir etwas überrascht, dass sich das Gebirge mehr und mehr in eine Hochebene verwandelte. Andererseits – auch im Schweizer Jura gibt es sehr unterschiedliche Landschaftstypen, und die Szenerie entlang unseres Wegs erinnerte mich stark an die ebenfalls sehr sanft gewellten Franches Montagnes. Kurz vor Arbois neigte sich die Strasse dann aber genau so überraschend wieder steil nach unten, und wie aus dem Nichts öffnete sich vor uns ein weites Tal mit felsigen Wänden…

Die Cuisance in Les Planches-près-Arbois und die Kirche
Die Cuisance in Les Planches-près-Arbois und die Kirche
Über dem Dorf erheben sich die Felswände des Cirque du Fer à Cheval
Über dem Dorf erheben sich die Felswände des Cirque du Fer à Cheval
Die Cascade Damandre an der Cuisance
Die Cascade Damandre an der Cuisance
Im Cirque du Fer à Cheval
Im Cirque du Fer à Cheval

Somit waren wir in Arbois angekommen, und so sehr ich euch jetzt gerne über diesen wunderschönen Ort erzählen würde – ich spare mir das Loblied noch auf für den nächsten Beitrag 🙂 … Wir verbrachten auf jeden Fall praktisch die ganzen zwei Tage im Ort selber, so sehr gefiel es uns dort, und dies obwohl wir uns vor der Reise eigentlich zahllose Möglichkeiten für Exkursionen in die Umgebung notiert hatten. Einen einzigen Abstecher unternahm ich trotzdem am Morgen des zweiten Tages, und zwar in das knapp fünf Kilometer entfernte Les Planches-près-Arbois. Wir hatten am Vortag einen spektakulären Felsenkessel entdeckt, den Cirque du Fer à Cheval, und Les Planches liegt genau inmitten dieses Kessels. Das Dorf selber ist nicht unbedingt sehenswert, die Umgebung aber schon. Ausserdem stürzt sich am Ende des Tals die Cuisance über eine kleine Stufe und bildet einen hübschen Wasserfall…

Typisches Bauerngut bei Mesnay
Typisches Bauerngut bei Mesnay
Salins-les-Bains
Salins-les-Bains
Die Kirche und das Fort Belin
Die Kirche und das Fort Belin

Nach der wunderschönen Zeit in Arbois, über die ich wie gesagt etwas später noch berichten werde, fuhren wir weiter in Richtung Norden nach Besançon. Kurz nach der Abfahrt erreichten wir Salins-les-Bains, das ebenfalls auf der Liste der Wunschziele verzeichnet war. Der Anblick dieses Städtchens, das in ein idyllisches Tal eingebettet und von zwei trutzigen Burgen umgeben ist, ist sehr hübsch. Der Ort selber, durch den wir einen kurzen Spaziergang unternahmen, ist meiner Meinung nach nicht so wahnsinnig sehenswert, ähnlich wie Natua eher heruntergekommen und nicht so sehr gepflegt. Interessant sind sicher die Salinen und das Casino, welche wir aber aus Mangel an Zeit und Interesse nicht besuchten.

Blick vom Quai Valette zur ehemaligen Saline
Blick vom Quai Valette zur ehemaligen Saline

Da ich in Salins-les-Bains realisierte, dass ich noch etwas in unserem Hotel hatte liegen lassen, fuhren wir die Viertelstunde nochmals zurück nach Arbois und liessen uns die Gelegenheit nicht nehmen, dort nochmals in einem Gourmet-Restaurant zu speisen 😉 bevor wir dann definitiv nach Besançon weiterzogen…

Rue de la République und Fort Saint-André in Salins-les-Bains
Rue de la République und Fort Saint-André in Salins-les-Bains

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