Mehr als ein halbes Jahr mussten wir seit unserer Kreuzfahrt ausharren, bis wir wieder einmal „richtige“ Ferien geniessen durften (abgesehen von den paar Tagen über Weihnachten/Neujahr – aber eine Reise unternahmen wir dort auch nicht). Anfangs April, genauer gesagt an Ostern, war es nun soweit: Wir konnten unsere Koffer packen und endlich wieder einmal aufbrechen; diesmal in Richtung französischer Jura. Ich werde einige Beiträge zu diesem Thema veröffentlichen können, so viel Material hat die Reise ergeben. Aber eines kann ich schon vorwegnehmen: Diese Region Frankreichs hat uns in verschiedener Hinsicht überrascht und unsere Herzen im Sturm erobert!


Dazu geführt habe die folgenden Punkte: Die Natur in dieser Region ist sehr schön und teilweise sogar richtig spektakulär. Die Gastronomie ist exzellent und auf einem sehr hohen Niveau – und das zu Preisen, die wirklich moderat sind. Die grösste Überraschung aber waren die Weine, die von einer Qualität sind, wie wir sie hier wirklich nicht erwartet hätten. Dazu aber später mehr (im Beitrag über Arbois). Dazu kommt, dass all diese Herrlichkeiten gar nicht weit von zu Hause entfernt sind. Maillat, der erste Aufenthaltsort, ist von Aarau aus in drei Stunden erreicht, Besançon in knapp drei.


Doch fangen wir einmal ganz vorne an. Die erste Destination unserer Reise gehört politisch nicht einmal zum Jura, sondern liegt im Departement Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Geologisch hingegen ist die Gegend um Nantua immer noch Teil des Jura. Da wir in Nantua selber kein ansprechendes Hotel fanden, übernachteten wir im Château de Maillat, ca. zehn Kilometer von Nantua entfernt. Dies stellte sich aber als Glücksfall heraus. Abgesehen davon, dass es in Maillat selber nichts, aber auch gar nichts gibt, fanden wir in „unserem“ Schloss die absolut benötigte Insel der Ruhe – sogar mit privatem Spa-Bereich!


Wir nutzten die Zeit in Maillat für die Erkundung der Region mit den historischen, aber leider ziemlich heruntergekommenem Städtchen Nantua. Die Lage Nantuas am schönen, gleichnamigen See, der von spektakulären, felsigen Hügeln umgeben ist, war aber für mich das ausschlaggebende Argument dafür, diesen Ort zu besuchen. Ausserdem machten wir dort unsere erste gastronomische Top-Erfahrung im Restaurant des Hotels L’Embarcadère 🙂 …


Nach Nantua besuchten wir den Weiler La Cueille mit den schönen, aber leider privaten Schloss und das historische Städtchen Poncin, und wir spazierten ein wenig am Fluss Ain, der dem ganzen Departement den Namen gibt. Somit war schon der erste ganze Tag unseres Urlaubs ein Tag voller Überraschungen, Anblicke zum Staunen und Genuss – so, wie es sein soll 🙂 … Was uns dann im „wirklichen“ Jura erwartete, war die Steigerung des bisher erlebten und wird Gegenstand der nächsten Beiträge sein.

P.S.: Im Rahmen einer früheren Reise haben wir schon kurz Bekanntschaft mit dem Departement Ain gemacht: In der Stadt Bourg-en-Bresse…




