Uralt-Busse aus britischer Zeit
Uralt-Busse aus britischer Zeit

Eine weitere Reisedestination, deren letzter Besuch so weit zurückliegt, dass ich noch keine Digitalfotos davon habe, ist Malta. Darum widme ich die nächste Diaserie diesem kleinen Land im Mittelmeer. Die Insel Malta – oder besser gesagt: die Inselgruppe – war für mich aus damaliger Perspektive eine kleine Enttäuschung. Dazu muss man wissen, dass ich damals noch sehr einseitig an Landschaften und möglichst wilder Natur interessiert war. Malta ist aber ziemlich stark besiedelt und auch landwirtschaftlich genutzt. Dadurch gibt es praktisch keine Wildnis, und die Buchten und Strände sind in der Regel hoffnungslos überlaufen.

Im Hafen von Marsaxlokk
Im Hafen von Marsaxlokk
Die Blaue Grotte bei Qrendi
Die Blaue Grotte bei Qrendi

Heute würde ich Malta wohl mit einer anderen Perspektive anschauen. Es gibt sehr interessante und teilweise imposante Städte, sehr viele historische Stätten und schöne Gärten, und Dörfer wie das pittoreske Marsaxlokk im Osten der Hauptinsel mit den farbenfrohen Booten in seinem Hafen suchen ihresgleichen in Europa. Arabische und byzantinische Kultur der Vergangenheit geben sich auf diesem Flecken Europa sicht- und spürbar die Hand. Gleichzeitig ist englisch die Hauptsprache, somit sind keine Sprachbarrieren zu befürchten.

In der Bucht von Għajn Tuffieħa
In der Bucht von Għajn Tuffieħa
Die Altstadt von Mdina mit der Kathedrale Saint Paul
Die Altstadt von Mdina mit der Kathedrale Saint Paul

Malta ist auch eine der wenigen Reisedestinationen, die ich ohne eigenes oder gemietetes Auto bereist habe. Im Gegensatz zu den allerersten Skandinavien-Reisen, wo ich gar noch nicht Auto fahren konnte, war der Grund dafür in Malta, dass es schlicht und einfach nicht notwendig ist. Aufgrund der dichten Besiedlung gibt es ein Netz von öffentlichen Bussen, die fast jeden Winkel der Hauptinsel regelmässig ansteuern. Und die Fahrt mit diesen uralten Vehikeln aus britischer Zeit gehört ohnehin zu den Erlebnissen, die man sich auf Malta nicht entgehen lassen sollte 😉 …

Das Azur Window, Gozo
Das Azur Window, Gozo
Kirche auf Gozo
Kirche auf Gozo

Auf Gozo sieht die Sache mit dem öV etwas anders aus. Zwar gibt es eine Fähre, die mehrmals täglich von Malta nach Gozo übersetzt, aber ab dann ist man auf sich selbst gestellt – zumindest war das in den Neunzigerjahren so. Ich behalf mir damals mit der Miete eines Fahrrades im Fährhafen. Das erlaubte mir, doch immerhin die wichtigsten Spots der Insel im Rahmen eines Tagesausflugs zu erreichen: Die Dwejra-Bucht mit dem Azure Window (das inzwischen leider eingestürzt ist), die neolithische Tempelanlage von Ġgantija und den Strand ir-Ramla.

Landschaft auf Gozo
Landschaft auf Gozo

Malta ist auf jeden Fall definitiv eines der früheren Ziele, die ich gerne wieder einmal besuchen würde. Und wie gesagt, wahrscheinlich würde ich dieses Mal sowohl die Städte als auch die Küsten mit ganz anderen Augen ansehen – und die aussergewöhnlich international orientierte Küche (z.B. an der Spinola Bay in San Ġiljan!) viel intensiver geniessen…

...und nochmals eine Impression von Għajn Tuffieħa
…und nochmals eine Impression von Għajn Tuffieħa

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