Interessantes Detail am Weg
Interessantes Detail am Weg

Der Titel dieses Beitrags kann in Bezug auf zwei verschiedene Dimensionen verstanden werden: die zeitliche oder die räumliche. Über die zeitliche möchte ich hier nicht spekulieren – das tun andere schon genügend oder haben es in der Vergangenheit getan, und es ist immer bei der Spekluation geblieben 🙂 … Und die räumlichen Dimension hat so ihre Tücke. Erstens ist sie so unvorstellbar ausgedehnt, dass wir Menschen das „Ende der Welt“ wohl nie erreichen werden. Dennoch hat es auf diesem Planeten schon viele Plätzchen gegeben, die unsere Vorfahren zum Gedanken verleitet haben, sie hätten das physische Ende zumindest der bekannten Welt erreicht. Diese Plätzchen tragen daher Namen wie das Kap Finisterre in Spanien, das Département Finistère in Frankreich oder – wie der Ort, den ich hier vorstellen möchte – Verdens Ende.

Auf den Schären verstreute Häuser
Auf den Schären verstreute Häuser
Die Schären fassen zahlreiche kleine Buchten ein
Die Schären fassen zahlreiche kleine Buchten ein

Verdens Ende ist die norwegische Version des Begriffs. Er bezeichnet die südliche Spitze der Insel Tjøme im Oslofjord. Sie ist ein Teil des Færder Nationalparks und ein beliebtes Erholungsgebiet für die Bewohner von Tønsberg und der Hauptstadt. Von den zahlreichen Schären aus geniesst man wunderbare Blicke über den Oslofjord und den Skagerrak.

Ein kleiner Fischereihafen
Ein kleiner Fischereihafen
Die karge Natur hält unzählige Spielarten bereit
Die karge Natur hält unzählige Spielarten bereit
Brücken erleichtern das Fortkommen auf den Schären
Brücken erleichtern das Fortkommen auf den Schären

Ich war vor Jahren einmal an diesem Ort, und zwar zu einer eher untypischen Zeit: mitten im Winter. Damals war ich über den Jahreswechsel bei der Familie meines Patenkindes zu Besuch, die einige Monate in einer sozialen Institution in Andebu lebte und arbeitete. Es war ein sehr schneearmer Winter, ich habe an anderer Stelle auf dem Blog schon darüber berichtet. Das erleichterte einerseits die Fortbewegung zu Fuss auf den glatten Felsen der Schärenküste. Gleichzeitig präsentierte sich die Landschaft dennoch im für den Norden typischen, bereits am Nachmittag sehr warmen Winterlicht. Dieses legte, zusammen mit der herrschenden Kälte, einen unbeschreiblichen Zauber über die raue Natur, die versprengten Siedlungen und die verschlafenen Bootshäfen.

Das Winterlicht des Nachmittags über den Schären
Das Winterlicht des Nachmittags über den Schären

Gerne zeige ich euch hier ein paar Bilder von diesem Ausflug. Ich lege einen Besuch dieses Ortes jedem ans Herz, der am westlichen Oslofjord oder in Oslo selber unterwegs ist und ein wenig Zeit erübrigen kann.

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