Irgendwann im letzten Frühling führten wir im AARSO Fotoklub Zofingen einen dieser Abende durch, wo wir zu einem bestimmten Thema gemeinsam auf Fotopirsch gehen (was etwa eins bis zwei Mal im Jahr vorkommt). Das Thema lautete diesmal „Available Light“. Aufgrund der hohen Termindichte seither kamen wir erst Ende September dazu, einander die geschossenen Fotos zu zeigen und sie zu diskutieren. In diesem Beitrag möchte ich meine für die Diskussion im Klub ausgewählten Fotos zeigen.

Dieser junge Mann wollte sich unbedingt vor dem Bus fotografieren lassen...
Dieser junge Mann wollte sich unbedingt vor dem Bus fotografieren lassen…

Zuerst ein paar wenige Worte zum Begriff „Available Light“. Der aus dem Englischen übernommene Begriff für verfügbares / vorhandenes Licht lässt eine sehr breite Interpretation zu. Streng genommen wäre beispielsweise auch jedes bei strahlendem Sonnenlicht ohne Einsatz zusätzlicher, speziell für die Aufnahme eingerichteter Lichtquellen entstandene Foto ein Available Light-Foto. Der Begriff hat sich aber im Laufe der Zeit als Bezeichnung für die Fotografie, die quasi im Grenzbereich zwischen Licht und Dunkel stattfindet, etabliert. Fotografie also unter Bedingungen mit wenig Licht. Dieses Licht kann durchaus von künstlichen Lichtquellen stammen, aber nicht von solchen, die eigens für die Aufnahme aufgestellt, eingeschaltet und/oder ausgerichtet werden. Einen sehr aufschlussreichen Artikel zum Thema gibt es übrigens auf einer meiner Lieblings-Fotoseiten, bei Andreas Hurni.

Fotografieren im Grenzbereich zwischen Tag und Nacht...
Fotografieren im Grenzbereich zwischen Tag und Nacht… An diesem Bild gefallen mir der Warm-Kalt-Kontrast des Mischlichts, die Linienführung im Bereich der Treppe und die Bewegungsunschärfe beim Auto.
Feierabend - Blick in ein Fenster des Bahnhofbistros...
Feierabend – Blick in ein Fenster des Bahnhofbistros…

Für den Klubabend zum Thema hatten wir, um die nötigen Bedingungen möglichst gut zu treffen, ein Datum im Frühling gewählt, wo wir uns in Dämmerung und Dunkelheit bewegen konnten. Einzeln oder in kleinen Gruppen waren wir in Zofingen unterwegs, um uns fotografisch dem gestellten Thema zu widmen. Ich selber war mit meiner Pentax-DSLR unterwegs (ohne Stativ), hatte aber bewusst auch die kleine Lumix LX7 mit dabei. Diese hat den Vorteil, dass sie über ein sehr lichtstarkes Objektiv (Blende 1.4) verfügt, was gerade in diesem Genre sehr hilfreich ist…  Auch dieser Abend hat mir wie schon die letzten dieser Art gezeigt: Es tut immer gut, wenn man sich für einmal mit einem Thema auseinadersetzen muss, mit dem man sich sonst nicht beschäftigen würde. So entsteht eine ganz andere, bewusstere Art des Fotografierens…

Es ist nicht ganz trivial, ohne Stativ ein Motiv mit Bewegungsunschärfe zu erfassen, so dass dennoch die meisten Bildteile scharf sind...
Es ist nicht ganz trivial, ohne Stativ ein Motiv mit Bewegungsunschärfe zu erfassen, so dass dennoch die meisten Bildteile scharf sind… 1/15 – 1/10 Sekunde liegt meist noch ohne Verwacklungen drin.

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