Tour Solidor in Saint-Servan
Tour Solidor in Saint-Servan

Die Rance war während der ersten Woche unserer Ferien in der Bretagne allgegenwärtig. Einerseits natürlich am pittoresken Hafen von Dinan, unserem Wohnort in dieser Zeit. Andererseits querten wir den Fluss mehrmals auf unseren Ausflügen und bewunderten die tiefblaue Farbe seines Wassers, beispielsweise beim Pont Saint-Hubert. Es ist fast ein bisschen schade, fanden wir nicht auch noch die Zeit, das Ufer dieses Flusses etwas gründlicher zu erforschen. Aber es gibt halt immer sehr viel zu sehen und zu tun in der Bretagne 🙂 …

Blick von der Plage Bon-Secours zur Stadtmauer von Saint-Malo
Blick von der Plage Bon-Secours zur Stadtmauer von Saint-Malo
Ausblick von der Stadtmauer aufs Meer und das Fort National, das bei Ebbe zu Fuss erreicht werden kann
Ausblick von der Stadtmauer aufs Meerund das Fort National, das bei Ebbe zu Fuss erreicht werden kann

Kurz vor der Mündung der Rance in den Atlantik gibt es ein Gezeiten-Kraftwerk, das sich den Umstand zunutze macht, dass der Tidenhub an dieser Stelle bis zu zwölf Meter beträgt. Unterhalb des Kraftwerks, wo der Fluss ruhig und unmerklich in den Atlantik fliesst, liegen zwei Städte, die beide sehr sehenswert sind und die für uns je ein eigenes Ausflugsziel wurden.

Häuser in der Altstadt von Saint-Malo (Intra Muros)
Häuser in der Altstadt von Saint-Malo (Intra Muros)

Da wäre einmal Saint-Malo im östlichen Mündungsbereich. Diese befestigte Stadt fasziniert durch seine Altstadt, die aus einem kompakten Ensemble von historischen Bauten innerhalb vollständig erhaltener Stadtmauern besteht. Auf diesen Mauern kann man die Altstadt umrunden und dabei viele herrliche Blicke auf das Meer geniessen. An verschiedenen Stellen gibt es Türme mit Treppen und Tore, die es einem erlauben, an einen der unterhalb der Mauern gelegenen Strände zu gelangen.

Das Hôtel de Ville an der Place Châteaubriand
Das Hôtel de Ville an der Place Châteaubriand
Am städtischen Strand von Saint-Malo
Am städtischen Strand von Saint-Malo
Auf dem Küstenwanderweg in Dinard
Auf dem Küstenwanderweg in Dinard

Einen ganz anderen Charakter weist Dinard auf, das im westlichen Mündungsbereich der Rance gelegen ist. Hier gibt es keine Altstadt, aber an der Küste stehen zahlreiche schöne Jugendstilvillen in englischer Architektur, die an die Vergangenheit des Städtchens als Badeort für wohlhabende Engländer erinnern. Nicht umsonst wird der Ort, der übrigens das erste Seebad Frankreichs war, „Nizza des Nordens“ oder „Perle der Smaragdküste“ genannt. Besonders schön ist meiner Meinung nach der Küstenwanderweg rund um Dinard, der auf einem gut ausgebauten Pfad zwischen dem Stadtrand und den Klippen und Stränden entlang führt.

An der Küste bei Dinard
An der Küste bei Dinard
Der Blick über die Rance-Mündung nach Saint-Malo
Der Blick über die Rance-Mündung nach Saint-Malo

Einen Besuch dieser beiden Orte würde ich jedem Bretagne-Reisenden empfehlen – zumal man sie dank einer Strassenbrücke beim Kraftwerk auch gut kombinieren kann. Das Titelbild zeigt übrigens Saint-Servan, einen Stadtteil Saint-Malos etwas südlich der Altstadt, in dem unsere erste Begegnung mit dem Atlantik während dieser Ferien stattgefunden hat…

In Dinard gibt es einige schöne Strände - viele davon sind nur bei Ebbe begehbar
In Dinard gibt es einige schöne Strände – viele davon sind nur bei Ebbe begehbar

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