Blick von der Museggmauer über die Stadt
Blick von der Museggmauer über die Stadt

Im Juli und August dieses Jahres haben meine Frau und ich zwei Wochenenden in Luzern verbracht. Warum ausgerechnet in diesen beiden Monaten und so kurz hintereinander? Ja, genau: Im Juli habe ich Geburtstag und im August meine Frau 🙂 … Den Anfang gemacht hat sie, indem sie mich zu meinem Wiegenfest mit einem Wochenende in einem Hotel in der Luzerner Altstadt überrascht hat. Und weil uns dieser Aufenthalt so sehr gefiel, beschlossen wir, den Anlass zu ihrem Geburtstag in ähnlicher Form zu wiederholen.

Blaue Stunde in der Altstadt
Blaue Stunde in der Altstadt
Immer wieder schön: der klassische Blick über die Reuss
Immer wieder schön: der klassische Blick über die Reuss
Die Museggmauer mit zwei ihrer Türme
Die Museggmauer mit zwei ihrer Türme

Die beiden Wochenenden – vor allem eigentlich das erste, was auch der Auslöser dafür war, ein zweites einzuplanen – haben uns einmal mehr eine wichtige Tatsache in Erinnerung gerufen: Die Attraktionen, die in unmittelbarer Nähe von Zuhause liegen, werden oftmals unterschätzt. Am Beispiel Luzerns heisst das: Weil es geografisch so nahe liegt, unternehmen wir oft Tages- oder gar Halbtagesausflüge, um im Anschluss den kurzen Weg nach Hause wieder anzutreten. Dabei bietet eine Destination wie Luzern so viel mehr als nur für ein paar Stunden, und sie entfaltet einen grossen Teil ihres Charmes am Abend oder am frühen Morgen. Kommt dazu dass, wenn man nicht zurückstressen muss, auch viel mehr Zeit bleibt für Dinge wie Shoppen, geniessen eines Drinks oder das Erforschen von Sehenswürdikgeiten. Dadurch, dass man mehr Zeit zur Verfügung hat, entdeckt man mitunter auch Spots, die einem sonst vielleicht entgangen wären.

Eine schöne Stelle am See nahe des Tribschenhorns
Eine schöne Stelle am See nahe des Tribschenhorns
Morgenstimmung am Pilatus, von der Seeburg aus gesehen...
Morgenstimmung am Pilatus, von der Seeburg aus gesehen…
...und gewittrige Abendstimmung am Karl-Spitteler-Quai
…und gewittrige Abendstimmung am Karl-Spitteler-Quai

Man könnte kurz zusammengefasst sagen: Die entschleunigte Qualität, die ein Aufenthalt von mehr als einer Nacht in einer Feriendestination hat – schon seit Längerem unser Credo auf Reisen – entwickelt sich genauso auch in einer näher gelegenen Örtlichkeit. So gönnten wir uns am ersten Wochenende neben dem Geburtstagsessen in der Hermitage direkt am See einen ausführlichen (Einkaufs-)Bummel durch die Altstadt inklusive Frühstück im traditionellen Café de Ville und Besuch der Musegg-Mauer, und wir konnten uns während des wettermässig wechselhaften Nachmittags sogar eine ausführliche Siesta im Hotelzimmer erlauben, bevor wir zu einer Schiffahrt im Luzerner Seebacken aufbrachen. Und dies alles ohne Zeitdruck, denn wir hatten ja den zweiten Abend noch und bei Bedarf sogar den Sonntag…

Schiffsstation bei der Seeburg
Schiffsstation bei der Seeburg
Der königliche Ausblick von der Marienhöhe in Seelisberg
Der königliche Ausblick von der Marienhöhe in Seelisberg
Ein Uhrwerk im Zytturm
Ein Uhrwerk im Zytturm

Am zweiten Wochenende durften wir neben dem Geburtstagsessen für meine Frau mit der ganzen Familie in einem Restaurant direkt an der Reuss ein Hotelzimmer mit sensationellem Seeblick geniessen, und wir konnten den schon an meinem Geburtstagswochenende geplanten, aber dann ins Wasser gefallenen Ausflug nach Seelisberg unternehmen. Daneben blieb auch dieses Mal viel Zeit, zur Ruhe zu kommen, dem See entlang zu bummeln und irgendwo einfach hinzusitzen und in der Nachmittagssonne etwas zu trinken.

Dieser Beitrag ist also ein klares Plädoyer dafür, auch einmal in einem nahegelegen Ort mehr Zeit als gewöhnlich zu investieren, eine oder zwei Nächte einzuplanen und somit sogar fast ein bisschen Ferien zu machen 😉 …

Aussicht von einem Ruheplätzchen an der Adligenswilerstrasse
Aussicht von einem Ruheplätzchen an der Adligenswilerstrasse

Ein Kommentar

  1. Richtig! Luzern ist wunderbar, wenn nicht ständig gestresste ausländische Touristen Blick und Weg versperren.
    Die Einheimischen leiden, die „Touristiker“ profitieren.

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