
Zum ersten Mal seit längerem war heute an meinem freien Tag gutes Wetter angesagt. Diese Gelegenheit wollte ich nutzen und machte mich relativ früh auf den Weg, um eine Location, die ich auch schon einmal fotografiert hatte, im Morgenlicht zu erkunden. Auf dem Amsoldinger Plateau, etwas westlich von Thun, liegen zwei Seen, der Amsoldingersee und der Uebeschisee. Die Kulisse für diese Seen bildet die Stockhornkette, die sich an windstillen Tagen sehr schön in den See-Oberflächen spiegelt. Während das Ufer des Amsoldingersees eher schwierig zugänglich ist – zumindest wenn man sich nicht mit ortsansässigen Bauern anlegen will 🙂 – gibt es entlang des Ostufer des Uebeschisees eine kleine Strasse, von der aus man einen fotografisch hervorragend gelegenen Steg erreicht. Aber seht selbst, welches Kleinod dieses am Alpenrand gelegene Gewässer ist…




Eigentlich hatte ich geplant, anschliessend noch in der Thuner Seeallmend zu fotografieren. Allerdings stellte ich fest, dass das Licht dort nicht ideal werden würde. Ausserdem entdeckte ich nordwestlich des Uebeschisees während meiner frösteligen Foto-Session einen etwas höher gelegenen, bewaldeten Hügel, der komplett eingeschneit war. Das brachte mich auf die Idee, noch kurz auf dem nahe gelegenen Gurnigel vorbeizuschauen – es interessierte mich, wie viel Schnee dort schon lag. Ich war sehr überrascht, denn ich geriet mit zunehmender Höhe in ein richtiggehendes Winter-Wunderland. In den höheren Lagen war alles tief verschneit, und das Gesicht der Landschaft war gezeichnet vom kalten Frost, wie im tiefsten Winter.


Nach diesen zwei kalten Fotosessions gönnte ich mir in Riggisberg einen warmen Kaffee und einen Schoko-Gipfel und machte mir dabei Gedanken, auf welcher Route ich den Heimweg antreten sollte. Mir fiel ein, dass ich vor Jahren einmal auf dem Heimweg aus dem Berner Oberland über den Schallenberg gefahren war und dass mir dieser Voralpenpass noch ziemlich gut gefallen hatte. So entschied ich mich für diesen Weg – und durchquerte auf diesem Übergang zum Entlebuch noch einmal den tiefen Winter über einer waldigen, moorigen, weiten und einsamen Landschaft, die viele schöne Blicke auf die nahen Alpen bietet.

Eine tolle See Location, die ich auch schon lange mal besuchen wollte! Du hast einen fantastischen Zeitpunkt erwischt!
Und der Gurnigel ist immer einen Besuch wert – immer überraschend, immer anders 🙂
LG aus Basel,
Sandra
Danke, Sandra. Ich denke auch, dass ich nicht das letzte Mal am Uebeschisee gewesen bin. Es ist unglaublich, wie das Licht und die Jahreszeit diese Location verwandelt… Und was den Grunigel betrifft, stimme ich dir ebenfalls zu 🙂 Warst du schon einmal am Gantrischseelein?…
Toll die Story. Die Bilder sind sehr schön, in einer wirklich schönen Location eingefangen.
Grüessli us Züri
Fritz
Danke auch dir, Fritz, für die positive Rückmeldung!
Hallo, wunderschöne Aufnahmen sind das. Bin so was von begeister.
Hallo Angelika, vielen Dank für deine positive Rückmeldung – es freut mich natürlich, wenn die Fotos anderen auch gefallen…