Langsam, langsam kann man sich den Hochalpen nähern, die der Winter nun so aussergewöhnlich lange in seinem kalten Griff gehabt hat. Gerade gestern gab es auf über 1900 m nochmals etwas Neuschnee… Zwar ist der Boden immer noch vorwiegend braun und nicht grün, und im Moment hängen den ganzen Tag über Wolken an den Gipfeln. Aber gerade letzteres kann für einen Landschaftsfotografen durchaus auch attraktiv sein…

So habe ich mich nach meinem letzten erfolglosen Versuch vor zwei Wochen in Champéry heute bei recht viel Sonne ein wenig am Lac d’Emosson herumgetrieben und dabei sogar die 2000 Meter-Grenze gekratzt. Sogar zwei Steinböcke haben irgendwo scheu hinter einem Grat hervorgeguckt…

Moor oberhalb des Stausees Lac d'Emosson
Moor oberhalb des Lac d’Emosson mit Blick zum Ende des Stausees
Emosson
Noch liegen überall grössere Schneefelder…
Zwergkiefer an Felsen
Eine knorrige Zwergkiefer schmiegt sich an einen Felsen…

Übrigens: Ich habe ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Stauseen… Sie stellen immer einen massiven menschlichen Eingriff in die Landschaft dar, und wenn sie nicht ihren höchsten Füllstand haben, können die farbigen Felsbänder manchmal schon ein wenig als unansehnlich empfunden werden 🙂 … Andererseits: Wir alle brauchen ja den Strom, und Wasserkraft stellt meiner Meinung nach eine akzeptable Alternative zu Atomstrom dar. Ausserdem haben Stauseen den Vorteil, dass durch sie viele hochalpine Landschaften relativ leicht zugänglich werden (oftmals sogar mit dem öV 😉 … So zum Beispiel die Grimselwelt, zu der ich auch schon einen Artikel über die Wanderung auf das Sidelhorn verfasst habe, oder die Göscheneralp.

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