Regelmässige LeserInnen dieses Blogs wissen, dass ich einige Listen und Shortlists 😉 mit Reisezielen und Fotospots führe, die ich gerne einmal besuchen würde. Diese Listen sind inzwischen derart umfangreich, dass es wohl nie für alle dieser Ziele reichen wird (aber das ist wahrscheinlich normal, oder?). Entsprechend schlummern auch viele Einträge jahrelang unentdeckt in diesen Listen, und oftmals ist es der Zufall, der mich wieder an sie erinnert. So ging es mir auch im Fall von Bad Säckingen.


Eigentlich ist diese kleine Stadt in Südbaden lediglich 30 Minuten von uns zuhause entfernt. Trotzdem hatten wir es in den über zehn Jahren, die wir nun in Aarau leben, nie dorthin geschafft. Bis ich in einem kleinen Reiseführer mit dem Titel „Halbtagesausflüge im Aargau“ auf einen interessanten Text stiess, der über den Tellerrand (in diesem Fall den Aargau) hinaus wies. Und zwar wurde eben ein Abstecher von einer Rheinwanderung nach Bad Säckingen empfohlen, und – was mich wirklich überraschte, weil ich davon bisher rein gar nichts gewusst hatte – dass es auf dem Stadtgebiet sogar einen „Bergsee“ zu bewundern gibt. Wer mich kennt, weiss, dass ein solcher Hinweis bei mir relativ rasch den Ausschlag gibt, mich für ein bestimmtes Ziel zu entscheiden 🙂 …


So machten wir uns an einem freien Mittwoch im März auf den Weg. Nach der Ankunft sahen wir uns zunächst gemütlich in der Altstadt mit dem imposanten St. Fridolinsmünster, dem Schloss Schönau, den Türmen am Rhein und der längsten gedeckten Holzbrücke Europas um. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, über die Holzbrücke zurück in die Schweiz zu spazieren und das schöne Panorama über den Rhein zu geniessen – auch wenn an diesem Tag ein extrem kalter Wind wehte und wir immer wieder ein wenig den Windschatten aufsuchen mussten.


Nach einem guten Mittagessen in einer traditionellen „Beiz“ war dann die Spannung für mich nicht mehr auszuhalten, und wir fuhren noch die paar Minuten zum Bergsee hoch. Natürlich ist der Name zum schmunzeln, denn Berge gibt es hier in der Region keine, und der See liegt auf lediglich 382 Metern über Meer (was immerhin fast hundert Meter über dem Rhein ist). Aber: In der Tat handelt es sich bei diesem See um eine richtige Naturperle! Wenn es nicht so extrem kalt gewesen wäre, hätten wir ihn vielleicht noch zu Fuss umrundet. Dies wird jedoch nun für den nächsten Besuch an wärmeren Tagen aufgespart, und diesen wird es ganz bestimmt geben. Denn das kleine Städtchen mit den sympathischen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten hat es uns sehr angetan…




