
Eigentlich gilt ja die Westküste der Südinsel als eine der regenreichsten Gegenden der Erde. Entsprechend hatte ich dort auch schlechtes Wetter erwartet, dafür dann an der Ostküste Sonnenschein. Nun war es aber aufs Ganze gesehen genau umgekehrt. Bei meiner Abreise in Twizel (siehe Teil 8) am 21. Januar 2010 blickte die Sonne nochmals ein paar Augenblicke hinter den Wolken hervor, dann tauchte ich in ein trauriges Grau ein, das mich bis zum Rückflug nach Auckland mehrheitlich begleitete.
Trotzdem waren die paar Tage an der Ostküste ein gutes Erlebnis – nicht zuletzt dank der interessanten Städte Dunedin und Christchurch und der vielen Begegnungen in der Natur zu Land und zu Wasser. Unter anderem durfte ich zum ersten Mal freilebende Pinguine und die ausschliesslich in den Gewässern um Neuseeland vorkommenden Hector-Delphine beobachten…

Otago Peninsula

Die östlich von Dunedin in den Pazifik ragende Halbinsel Otago ist nicht so gross und spektakulär wie andere Halbinseln an der neuseeländischen Küste. Aber sie beherbergt zwei Plätze, die man unbedingt gesehen haben muss: Penguin Place und Taiaroa Head. An den Stränden des Penguin Place lassen sich auf geführten Touren, zum Teil durch geschützte Unterstände, die seltenen Gelbaugen-Pinguine mit ihren Küken aus nächster Nähe beobachten. Am Taiaroa Head hingegen, der Felsenklippe am Eingang zum Otago Harbour, befindet sich die Royal Albatross Colony, wo eine stattliche Anzahl dieser Riesenvögel brütet. Um diese Jahreszeit hat man oft das Glück, dem Balzritual der Albatrosse zuschauen zu können… Ausserdem liess ich es mir trotz des schlechten Wetters nicht nehmen, mir die Buchten und Kaps der Otago Peninsula anzuschauen.


Banks Peninsula

Die letzte Station auf meiner Runde durch die Südinsel war Christchurch. Von hier aus lässt sich hervorragend die sehr schöne Banks Peninsula mit ihren zahlreichen Häfen und Städtchen erkunden. Eine Besonderheit auf der Halbinsel ist der Ort Akaroa. Dieses in einer geschützten Bucht gelegene Dorf wurde von französischen Siedlern gegründet. Lustigerweise sind darum auch viele Strassennamen im von farbigen Holzhäusern geprägten Ort zweisprachig angeschrieben. Von Akaroa aus führte mich eine Bootstour in entlegene Winkel der Banks Peninsula, wo ich unter anderem Kormorane, grosse Robbenkolonien und einige Hector-Delphine beobachten konnte. Gegen Ende des vorletzten Tages klarte dann auch das Wetter wieder auf, und ich konnte so doch noch ein paar sommerliche Eindrücke von der Banks Peninsula mitnehmen…



Damit ging meine erste Neuseeland-Reise ihrem Ende zu. Mir stand noch ein Flug mit Air New Zealand nach Auckland und einige wenige Tage in Browns Bay bevor (die Fotos dazu finden sich im ersten Artikel der Serie). Ich konnte trotz des recht gedrängten Progamms sehr viele faszinierende Eindrücke von diesem schönen Flecken Erde mitnehmen, und mir war damals schon klar, dass ich Aotearoa eines Tages wiedersehen würde…
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