Plaun da Segnas Sura, aufgenommen mit Minolta Dimage 7i
Plaun da Segnas Sura, aufgenommen mit Minolta Dimage 7i

Letzten Sommer habe ich wieder einmal ein bisschen in meinem Foto-Archiv gestöbert. Viele andere Möglichkeiten liess einem der feuchte Juli ja nicht 🙂 … Dabei bin ich ziemlich weit in die Vergangenheit zurück gereist – zumindest in digitalen Dimensionen gemessen. Zwar bin ich als überzeugter Diafotograf relativ spät in die digitale Ära eingetreten. Mal ganz abgesehen von einigen eher belustigenden Versuchen mit einer sündhaft teuren 360’000-Pixel(!)-Kamera eines Freundes. 2002 kaufte ich mir meine erste 2-Megapixel-Kompakte, eine Canon Powershot A20, bald darauf folgte eine zigarettenschachtelgrosse Pentax Optio S mit 3 Megapixeln, und nach einer ausgiebigen Testphase mit parallelem Fotografieren entschied ich mich im Sommer 2003 zum ersten Mal dafür, nur noch mit einer digitalen Kamera in die Ferien nach Island zu verreisen. Eine Minolta Dimage 7i war das Werkzeug meiner Wahl, für deren 5 Megapixel man damals stolze CHF 1’500.- hinblätterte.

Bergsee oberhalb des Albigna-Stausees (Dimage 7i)
Bergsee oberhalb des Albigna-Stausees (Dimage 7i)

Was mich rückblickend am meisten erstaunt, ist die Tatsache, dass ich auch als Diafotograf mit der Qualität der Bilder aus dieser Kamera (und ihren Nachfolgerinnen) zufrieden war. Vielleicht war es auch ein Mischung aus Zufriedenheit und Glücklichsein darüber, dass ich die heissgeliebten geschossenen Dias nicht mehr zuerst zum Entwickeln aus der Hand geben musste, was mich immer mit einer grossen inneren Unruhe erfüllt hatte. Erstaunlich ist es deshalb, weil sich nun die Qualität der damaligen Bilder direkt mit der von Fotos aus heutigen Digitalkameras vergleichen lässt. Und dazu kann ich nur sagen: Da liegen Welten dazwischen!

Bei vielen dieser Fotos ärgere ich mich heute darüber, dass ich sie nicht in einer besseren Qualität vorliegen habe. Insbesondere das Rauschen war bei der Minolta und den ersten Pentax-DSLRs ein grosses Thema, und das sieht man den Bildern leider an. Andererseits hatte ich trotzdem immer Freude an den Fotos, das darf auch nicht vergessen werden. Und wenn mir eine der Locations besonders am Herzen liegt, so habe ich ja die Möglichkeit, sie heute wieder aufzusuchen und neue Fotos in besserer Qualität aufzunehmen…

Ich nehme diese Tour durch mein Archiv zum Anlass, hier im Blog einmal ein paar meiner ältern Lieblingsfotos zu zeigen, die ich teilweise neu bearbeitet habe.

Die Sulzfluh im Prättigau (Dimage 7i mit Grauverlaufsfilter)
Die Sulzfluh im Prättigau (Dimage 7i mit Grauverlaufsfilter)
Der Laj Urlaun im Quellgebiet des Rheins (Dimage 7i)
Der Laj Urlaun im Quellgebiet des Rheins (Dimage 7i)
Der Oberblegisee am Fuss des Glärnisch (Pentax *istD)
Der Oberblegisee am Fuss des Glärnisch (Pentax *istD)

2 Kommentare

  1. ja, die Dimage 7i war damals das Mass aller Dinge.
    Angefangen habe ich 1998 mit der Dimage V mit sagenhaften 480×640 Pixeln. Heute zu klein für ein Handy. Dafür liess sich das Objektiv vom Body getrennt und nur via Kabel verbunden verwenden. Optimal für unbemerkte Streetphotography…

    1. Stimmt, Christian, an die Dimâge V kann ich mich auch noch erinnern. Für Verwendungszwecke wie Street natürlich an sich ein geniales Konzept. Und wegen der Auflösung: Die Bildschirmauflösungen waren damals ohnehin auch nicht viel höher ;-)…

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