Felsenküste in Kleinmond
Felsenküste in Kleinmond

Nach den erholsamen Tagen in den Cape Winelands stand die letzte neue Station unserer Reise auf dem Programm: fünf Nächte in Hermanus, einer Kleinstadt rund 120 Kilometer östlich von Kapstadt, am nördlichen Ende der Walker Bay gelegen. Endlich wieder am Meer… Wie intensiv diese Begegnung mit dem Meer teilweise wurde, habe ich im Beitrag zum Auftakt zu dieser Serie beschrieben. Aber die Zeit in und um Hermanus, entlang der Whale Coast bot einiges mehr an Vielfalt und Erlebnissen.

Eine Pelzrobbe geniesst den Ausblick auf einer Felseninsel vor Dyer Island
Eine Pelzrobbe geniesst den Ausblick auf einer Felseninsel vor Dyer Island
Kormorane am Stony Point
Kormorane am Stony Point
Afrikanischer Pinguin am Stony Point
Afrikanischer Pinguin am Stony Point

Da ist zum Beispiel die Begegnung mit der Natur zu erwähnen. Mit Stony Point in der Nähe von Bettys Bay besuchten wir bereits das zweite Naturschutzgebiet, in dem die afrikanischen Piguine brüten. Nur dass sie hier noch viel zahlreicher sind und sich ihr Revier mit unzähligen anderen Seevögeln – vor allem Kormoranen – teilen. Auch unsere einzige Meeres-Expedition, die Tour zur Dyer Island, unternahmen wir von Hermanus aus. In Kleinbaai bestiegen wir ein Schnellboot, das uns hinaus aufs offene Meer zu Walen und Haien brachte sowie an die Küste der Dyer Island, wo wir eine riesige Kolonie von Pelzrobben beobachten konnten. Es ist ein unglaubliches Gefühl, über die hohen Wellen zu gleiten und dabei von riesigen Schwärmen von Kormoranen begleitet zu werden. Oder am Abend bei Sonnenuntergang auf dem Balkon mit Meeresblick zu sitzen und dem lauten Rufen der Ibisse auf der Suche nach ihrem Nachtlager zuzuhören…

Am Cliff Path in Kleinmond
Am Cliff Path in Kleinmond
Der alte Hafen in Hermanus
Der alte Hafen in Hermanus

Hermanus selber ist ein eher verschlafener Ort, zumindest in der Vor- und Nebensaison. Er beherbergt aber einige kleine Museen, lokale Märkte, gute Restaurants (undbedingt zu empfehlen: das Burgundy und The Wine Glass!), interessante Einkaufsmöglichkeiten, eine attraktive Promenade am Meer und weitere Abschnitte des insgesamt zehn Kilometer langen Cliff Path Walking Trail. Sogar einige grössere Weingebiete gibt es in der Nähe, wie z.B. das Hemel-en-Aarde-Tal. Da wir aber in den Tagen zuvor genug mit Weingebieten in Berührung gekommen waren, liessen wir dieses aussen vor und erkundeten stattdessen das jenseits der Botrivier-Lagune gelegene Kleinmond und seine pittoreske Küste oder den enorm schönen, schier endlosen Grotto Beach mit der Mündung des Klein River und dessen Lagune – wobei das Restaurant „The Dutchies“ gerade am Anfang des Strands ein hervorragendes Basislager bildete 🙂 …

Blick vom Küstenpfad nach Hermanus
Blick vom Küstenpfad nach Hermanus
Am wunderschönen Grotto Beach
Am wunderschönen Grotto Beach

So verflogen die Tage in Hermanus im Nu, auch wenn wir noch viele Möglichkeiten ungenutzt liessen. Für die Rückfahrt nach Cape Town entschieden wir uns dann, die Strasse entlang der wunderschönen Whale Coast bis nach Gordons Bay zu nehmen, die fast auf der ganzen Strecke der Küste folgt. Es ist glaube ich unnötig zu sagen, dass auch entlang dieser Strasse, ähnlich wie auf der Kap-Halbinsel, ein spektakulärer Ausblick den anderen jagt. So konnten wir die faszinierende Küstenlandschaft Südafrikas noch ein letztes Mal ausgiebig geniessen, bevor wir wieder ins Getümmel der lebhaften Stadt eintauchten…

Einblick in die südafrikanische Bergwelt bei Rooi-Els
Einblick in die südafrikanische Bergwelt bei Rooi-Els
Ein letzter Blick auf die Whale Coast von der R44 kurz vor Gordons Bay
Ein letzter Blick auf die Whale Coast von der R44 kurz vor Gordons Bay

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