Am Meer bei San Miguel
Am Meer bei San Miguel

Im dritten und letzten Teil dieser kleinen Artikelserie möchte ich eine Insel vorstellen, die ich im Rahmen der Mexiko-Reise im Juli auf einem Tagesausflug besucht habe. Im Vorfeld der Reise hatte ich über die Insel sehr widersprüchliche Aussagen gehört. Verschiedene Leute aus meinem Umfeld, die Mexiko schon bereist hatten, gaben gänzlich unterschiedliche Urteile ab 🙂 … Während eine Arbeitskollegin mir die Insel wärmstens empfahl, gab es andere, die mir den Eindruck vermittelten, ein Besuch Cozumels sei Zeitverschwendung. Somit gab es nur einen Weg, die Wahrheit herauszufinden – nämlich sich selber ein Bild zu machen…

Farbenfrohes Haus in El Cedral
Farbenfrohes Haus in El Cedral

Detail am Strand von Punta Sur
Detail am Strand von Punta Sur

Als wir uns auf den Ausflug vorbereiteten, sprich Fähre und Auto mieten wollten, gerieten wir in Playa del Carmen an einen sehr rührigen Anbieter, der uns die Vorzüge der Insel (und natürlich seiner bevorzugten Anbieter von Mietwagen und Fährüberfahrten) in bildreichen Worten schilderte. Seiner Meinung nach sollten wir unbedingt die Strände an der Ostküste Cozumels besuchen, da sie viel schöner und diejenigen an der Westküste viel frequentierter seien.

An der Punta Sur
An der Punta Sur
An der Playa Palancar
An der Playa Palancar

Über das Auto, das man uns zur Verfügung stellte, muss ich nicht viele Worte verlieren. Man ist froh, wenn man mit diesen Dingern ohne Panne wieder heil nach dem Hauptort San Miguel de Cozumel zurückgelangt. Die Insel selber hingegen, die sich von ihrer Grösse her tatsächlich perfekt für einen Tagesausflug ab Playa del Carmen eignet, hat dem Besucher einiges an Positivem zu bieten. Dem Rat unseres Anbieters folgend, fuhren wir zunächst sofort um die Südspitze der Insel, die Punta Sur, um zu den Stränden der Ostküste zu gelangen. Es mag sein, dass diese unter normalen Umständen wirklich schön sind. Allerdings, wie im ersten Artikel schon erwähnt, waren auch diese Strände mit Algen übersät – hier zum Teil sogar so stark, dass man nicht einmal mehr den Sand sehen konnte. Nicht einmal die paar durchaus interessanten Felsformationen konnten uns unter diesen Umständen so richtig begeistern.

Auch hier: Meer, Sonne, Wolken, Palmen, Boote - und Weite...
Auch hier: Meer, Sonne, Wolken, Palmen, Boote – und Weite…
Haus in El Cedral
Haus in El Cedral

Dazu kam noch, dass diese Seite der Insel von der Vegetation her recht karg ist. So entschieden wir uns bald einmal, umzukehren und uns doch einmal die Strände entlang der Westküste anzusehen. Wir machten auf der Fahrt auch noch einen Abstecher zur Maya-Ruine El Cedral. Diese ist zwar sehr klein, umso grösser ist aber der Touristen-Rummel rundherum mit den zahlreichen Souvenir-Ständen und vielen engagierten Händlern 🙂 … Auch die farbenfrohen Häuser des sonst sehr kleinen Ortes sind wirklich sehenswert.

Platz im Zentrum von San Miguel
Platz im Zentrum von San Miguel

Nun aber zum eigentlichen Highlight: Wir besuchten einen einzigen Strand an der Westküste, die Playa Palancar. Dort gefiel es uns dafür so gut, dass wir uns zu einem gemütlichen, langen Essen auf einer strohgedeckten Terrasse und einem ausführlichen Spaziergang dem Meer entlang, wie schon auf Xpu-Ha, hinreissen liessen. So blieb am Schluss gar keine Zeit mehr, noch weitere Strände zu geniessen. Mit einem Drink und einem kurzen Augenschein in San Miguel war dieser Tag dann auch schon wieder vorbei…

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