Trotz meiner ausgeprägten Vorliebe für hochalpine Landschaften gibt es auch in den Voralpen einige Orte, die ich gerne habe und immer wieder aufsuche. Einer dieser Orte, der sich dazu noch für Besuche zu fast jeder Jahreszeit eignet, ist das Niederhorn. Der Grund dafür ist, dass dieser Ort recht einfach mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen ist und über einen wunderbaren, nicht allzu anstrengenden, aber sehr aussichtsreichen Wanderweg von der Bergstation zur Mittelstation der Bergbahn (oder umgekehrt 😉 …) verfügt. Dieser ist auch im Winter präpariert und kann sowohl von Wanderern als auch von Schlittlern benutzt werden.

Es gibt aber, vor allem im Sommer und Herbst, auch etwas anspruchsvollere Wandermöglichkeiten mit Start am Niederhorn, so zum Beispiel den Bergweg über das Gemmenalphorn zum eindrücklichen Karstfeld bei den Sieben Hengsten oder aber hinunter nach Habkern, von wo aus einen das Postauto zurück nach Interlaken bringt. Erreichen kann man den Niederhorngipfel mit einem Bus von Thun aus zur Beatenbucht und von dort weiter mit Standseil- und Gondelbahn via Beatenberg. Die Anreise mit dem Auto zur Beatenbucht würde ich nicht empfehlen, da die Anzahl der Parkplätze ziemlich beschränkt ist.

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich beim Niederhorn und seiner Umgebung um ein Gebiet mit eher voralpinem Charakter. Trotzdem bin ich sehr gerne dort, denn die Ausblicke zu den Gipfeln des Berner Oberlands sind herrlich, und die Moor- und Karstlandschaften wirklich eindrücklich. Häufig lassen sich auf dem Grat zwischen Niederhorn und Gemmenalphorn auch Steinböcke auf freier Wildbahn beobachten, die sich die Gegenwart von Menschen gewohnt und daher normalerweise nicht sehr scheu sind.
Ich zeige euch hier ein paar Fotos von verschiedenen Besuchen sowohl im Herbst als auch im Winter, und ich hoffe ihr stimmt mir zu, wenn ich sage: Auch wenn es sich „nur“ um einen Voralpengipfel handelt, lohnt sich der Besuch am Niederhorn doch sehr…






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