Bei der Ankunft am Hafen beim Strandbad Sursee
Bei der Ankunft am Hafen beim Strandbad Sursee

Schon in verschiedenem Zusammenhang habe ich hier auf dem Blog über die Planung von Fototouren geschrieben, unter anderem in zwei dedizierten Artikeln zum Thema. Genau so oft (oder vielleicht sogar noch öfter 🙂 …) habe ich aber auch über Fälle geschrieben, wo sich ungeplant die Gelegenheit für gute Fotos ergeben hat. Zwischen diesen beiden Polen, dem minutiös Geplanten und dem völlig Unvorhergesehenen gibt es aber noch zahlreiche Schattierungen. Dies wurde mir letzthin bei einem morgendlichen Ausflug an den Sempachersee wieder einmal bewusst.

Morgenstimmung über dem Seebecken
Morgenstimmung über dem Seebecken
Blick in Richtung Gammainseli und Pilatus
Blick in Richtung Gammainseli und Pilatus

Eigentlich war es eine vollständig durchgeplante Session. Lokalität, Sonnenaufgangszeit und -ort, detaillierter Wetterbericht, Fahrzeit – alles hatte ich am Vorabend abgecheckt und war zum Schluss gekommen, dass es passen sollte. Bei der Anfahrt durch das Suhrental beschlich mich aber plötzlich ein etwas ungutes Gefühl. Ich entdeckte, wie weite Strecken des Tales von dichten Nebelschwaden durchzogen waren. Eine Erscheinung, die der Wetterbericht nicht vorgesehen hatte – die aber im Herbst durchaus vorkommen kann. Sofort rechnete ich mir aus, dass eine grosse Wasserfläche wie der Sempachersee unter Umständen frühmorgens noch wesentlich mehr Nebel produzieren kann. Nun gut, deswegen umkehren wollte ich natürlich nicht, aber die Spannung erreichte schon einen etwas höheren Level.

Kurz vor Sonnenaufgang...
Kurz vor Sonnenaufgang…
Punkt 07:16 Uhr ist es soweit...
Punkt 07:16 Uhr ist es soweit…

Beim Strandbad Sursee angekommen, war ich dann aber erleichtert. Es war kein Nebel da. Dafür war der Himmel praktisch wolkenlos, was aus fotografischer Sicht auch nicht ideal ist, aber jedes Detail kann man schliesslich nicht planen. Nun hatte ich noch etwas Zeit, mir ein gutes Plätzchen zum Fotografieren zu suchen. Eine gewisse Vorstellung hatte ich schon, von einem früheren Besuch auf der Zellmoos-Halbinsel. An diesem Plätzchen angekommen, wurde ich durch einen anderen Umstand angenehm überrascht. Was ich nicht bedacht hatte: Der Wasserstand ist bei den meisten Schweizer Seen nach diesem Sommer immer noch sehr tief. Dadurch kamen an meinem Fotostandort kleine Felsen im und am Wasser zum Vorschein, die sonst unter Wasser gelegen hätten. Diese Erscheinung gab der Szene eine völlig andere, unerwartete Ausstrahlung, ganz besonders zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs…

Die gleiche Szene wie im vorletzten Bild, unmittelbar nach Sonnenaufgang
Die gleiche Szene wie im vorletzten Bild, unmittelbar nach Sonnenaufgang

Dieser schöne Morgen am See zeigte mir wieder einmal: Man kann viele Aspekte einer Fototour planen, einige nicht. Schlussendlich zieht man immer ein Stück weit auf gut Glück los – und das ist auch gut so…

Diese Steine wären beim normalen Wasserstand nicht sichtbar...
Diese Steine wären beim normalen Wasserstand nicht sichtbar… (Dies ist übrigens ein Handyfoto…)
Bootshaus am Ufer im Zellmoos
Bootshaus am Ufer im Zellmoos

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.