
Den Anfang zur angekündigten Artikelserie über Mallorca macht – wie könnte es bei mir als ausgewiesenem Liebhaber von Berglandschaften anders sein 🙂 – der Gebirgszug, der die Insel im Norden durchzieht. Unser erstes Hotel lag direkt am Südfuss dieses Gebirges, der Serra de Tramuntana, in einem felsigen Tal. Von der Terrasse des Hotel aus, wo wir jeweils das Abendessen einnahmen, offenbarte sich ein schöner Blick in Richtung Süden, wo die Insel sofort ein wesentlich sanfteres Gesicht zeigt, und in unserem Rücken türmten sich bereits die Felsen des an seinem höchsten Punkt immerhin1445 Meter hohen Gebirges.


Die Serra de Tramuntana trägt die Züge eines typisch mediterranen Gebirges mit felsigen Gipfeln und im Norden steil zum Meer hin abfallenden, kiefernbestandenen Hängen. Von zahlreichen exponierten Stellen an diesen Hängen geniesst man herrliche Blicke auf das tiefblaue, offene Meer. Das Gebirge ist im Vergleich zur restlichen Insel naturgemäss recht dünn besiedelt – aber trotzdem mit erstaunlich gut ausgebauten Strassen erschlossen. Dazu überspannt ein weites Netz von markierten Wanderwegen die Region. Einige schöne Bergdörfer – darunter Valdemossa und Pollença, die wir später noch kennenlernen werden – laden zum Besuch. Immer wieder führen Strassen und Pfade hinunter ans Meer zu geschützten, felsigen Buchten, wo nicht selten ein kleiner Hafen eines der hoch oben thronenden Bergdörfer liegt.



Ein sehr eindrücklicher Ort war für mich die Bucht von Sa Calobra. In zahlreichen Kurven windet sich eine enge Strasse aus der Höhe hinunter ans Meer und gibt dabei immer wieder faszinierende Blicke auf Berge und Meer frei. In der kleinen, felsigen Bucht gibt es einen kleinen Hafen, in dem sogar Linienschiffe anlegen, und einige Restaurants. Besonders eindrücklich aber ist die Schlucht des Torrent de Pareis, die vom Hafen aus auf einem in den Felsen geschlagenen Pfad zu Fuss erreichbar ist. Zwischen mächtigen Bergflanken liegt hier ein kleiner Strand, an dem der Fluss ins Meer mündet.


Ebenfalls sehr sehenswert sind die beiden zwischen den höchsten Tramuntana-Gipfeln eingebetteten Stauseen Embassament de Cúber und Pantà de Gorg Blau sowie die Klosteranlage von Lluc – die in der Einsamkeit dieser Berge einen Hort der Stille darstellt. Zumindest sofern nicht gerade zahlreiche Autobusse den Parkplatz bevölkern 🙂 … Und damit sind wir bei einem Punkt angelangt, der praktisch für ganz Mallorca Gültigkeit hat: Es empfiehlt sich nicht nur wegen der Hitze, die bekanntesten Spots möglichst früh am Vormittag zu besuchen, sondern auch, weil je länger der Tag dauert, desto mehr Menschen diese aufsuchen.

Dass es trotzdem möglich ist, auch auf Mallorca Momente der Einsamkeit zu erleben, werde ich im nächsten Artikel zeigen…
Hallo Andreas,
ein schöner Post mit tollen Fotos! Die Route durch die Berge hat natürlich Ihren Charme, und gerade diesen Sommer zählt es wirklich, möglichst früh aufzustehen. Wir hätten einen Tipp für dich: Möchte man auf den Parkplatzstress verzichten und trotzdem die Bergwelt erkunden, können wir neben dem Klassiker „Jeep Safari“ auch geführte Quad-Touren in Mallorca empfehlen. Der professionelle Guide, mit dem wir zusammenarbeiten, kennt die Berge wie seine Westentasche, und so erkundet man auch auf Offroad-Wegen die bezaubernde Natur und Berglandschaft. Mit dem Quad kommt man problemlos an tolle Aussichtspunkte, die auch ein wenig versteckt liegen, oder an beeindruckende Klippen an der Küstenlinie.
Viele Grüße aus Santa Ponsa
sunbonoo
Vielen Dank für die positive Rückmeldung und den Tipp, der vielleicht den einen oder anderen Leser interessieren könnte…