Die Cala Mitjana
Die Cala Mitjana nordöstlich von Artà

Die erste Basis auf unserer Mallorca-Reise lag, wie im vorletzten Artikel dieser Serie beschrieben, am Fusse der Serra de Tramuntana. Da wir es nicht so sehr mögen, jeden Tag wieder die Koffer zu packen und an einen anderen Ort zu reisen, hatten wir für den zweiten Teil der Reise ein schönes Finca-Hotel in der Nähe von Manacor ausgewählt. Von diesem Ort aus würden wir weite Teile des Zentrums, des Ostens und des Südens der Insel ohne allzu lange Anfahrtswege erkunden können, so war der Plan. Und dieser Plan ging auf. In diesem Artikel widme ich mich zunächstdem Osten Mallorcas, sprich der Gegend um Artà und die Peninsula de Llevant.

Am Wanderweg oberhalb der Cala Estreta
Am Wanderweg oberhalb der Cala Estreta
Sant Llorenç des Cardassar
Gasse im Zentrum von Sant Llorenç des Cardassar

Unser Hotel lag in der Nähe von Sant Llorenç, einem kleinen, sympathischen Städtchen inmitten der typischen, sanft gewellten Landschaft mit ihren Oliven- und Mandelhainen auf roter Erde. Von dort sind es nur wenige Autominuten nach Artà. Diese Kleinstadt ist geprägt von ihrem weithin sichtbaren Kirchhügel mit der durch eine dicke Festugnsmauer geschützten Kirche Santuari de Sant Salvador. Es lohnt sich, nach einem Abendessen in der belebten, autofreien Carrer de Culat mit ihren zahlreichen Restaurants diesen Hügel zu besteigen. Von ihm aus bietet sich ein wunderbarer Rundblick auf die im warmen Abendlicht liegende mallorquinische Landschaft bis hin zum Meer.

Ausblick vom Kirchhügel von Artà
Ausblick vom Kirchhügel von Artà
Artà mit seinem markanten Kirchhügel...
Artà mit seinem markanten Kirchhügel…

Auch rund um Artà gibt es einiges zu entdecken. So zum Beispiel die karge und wilde Küste zwischen dem Cap des Freu und dem Cap Ferrutx, die teilweise durch einen gut begehbaren Wanderweg erschlossen ist. Die zahlreichen Buchten entlang des Weges, wie die Cala Torta, Cala Mitjana oder Cala Estreta, laden zum Bade ein oder einfach dazu, ein wenig am Meer zu sitzen und den Wind durch das Haar wehen zu lassen. Verpflegung muss man allerdings selber mitbringen, denn ausser einem grossen Parkplatz gibt es keinerlei Infrastruktur. Einzig das sehr schön gelegene Restaurant Sa Duaia weit oben am Hang bietet einfache Speisen und Getränke an.

Sonnenuntergang über der Festung von Artà
Sonnenuntergang über der Festung von Artà
Eindrückliche Tropfsteine
Eindrückliche Tropfsteine

Ebenfalls in der Nähe von Manacor liegt der Hafenort Porto Cristo. In diesem belebten, an einer schmalen, S-förmigen Bucht gelegenen Ort stellt sich definitiv das mediterrane Dolce-Vita-Gefühl ein. So ist es ein Genuss, in einem hoch über dem Hafen gelegenen Terrassen-Café einen Aperitif zu sich zu nehmen und dem Treiben auf dem Wasser zuzuschauen. Zudem werden viele Aktivitäten angeboten wie Tauchtouren, Bootsvermietung oder Fahrten entlang der felsigen Küste mit Glass Bottom Boats, die den trockenen Blick unter Wasser ermöglichen. Wir entschieden uns für eine Bootstour mit einem gemieteten kleinen Motorboot, was uns einen ganz neuen Blick auf die Steilküste eröffnete.

Unterirdischer See in den Cuevas del Drach
Unterirdischer See in den Cuevas del Drach
Kirche in Artà
Kirche in Artà

Sehr eindrücklich war der Besuch der Cuevas del Drach, einer grossen Tropfsteinhöhle am Ortsrand von Porto Cristo. Zwar muss man für diesen Besuch einiges an Geduld mitbringen, denn der Ansturm ist gewaltig. Am besten versucht man frühzeitig dort zu sein, damit man eine der ersten geführten Touren am Vormittag buchen kann, um 10:00 oder 11:00 Uhr. Trotz der Masse von Leuten lohnt sich der Besuch sehr. Der Besucherstrom wird durch Absperrungen kanalisiert, so dass man dennoch überall freien Blick auf die beleuchteten Tropfstein-Skulpturen, Felsen und unterirdischen Seen hat. Das Fotografieren mit Blitz ist – zum Glück – zwar verboten, aber mit einer lichtstarken Kompaktkamera wie meiner Lumix LX7 lassen sich auch unter solchen Bedingungen gute Fotos machen. Zum Schluss des Besuches gibt es sogar noch ein kleines Live-Kammermusik-Konzert auf beleuchteten Booten in der Höhle 🙂 …

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