Ausblick von der Röti
Die Ruhe des frühen Morgens…

Am Samstagmorgen hatte ich es wieder einmal geschafft, Zeit zu finden und früh aufzustehen, und beides traf erst noch zusammen mit einem Tag, wo sich über dem während der letzten Tage sehr hartnäckigen Hochnebel schönes Wetter ankündigte. Den ganzen Herbst über hatte ich es verpasst, einmal ein Rencontre mit der aufgehenden Sonne auf einem der zahlreichen Jurafelsen abzuhalten. Für dieses am vergangenen Samstag nun hatte ich den Weissenstein im Visier. Erstens weil er mit seiner Höhe von rund 1300 – 1400 Metern über Meer an diesem Tag mit Sicherheit über der Nebelgrenze lag, und zweitens weil ich – was noch auf viele Orte zutrifft 🙂 – schon lange einmal vorgehabt hatte, die Wanderwege auf diesem felsigen Höhenzug zu erkunden.

Glühende Wolken über den Alpen...
Glühende Wolken über den Alpen…

...auf der anderen Seite des Nebelmeers
…auf der anderen Seite des Nebelmeers

Das erste Stück des Wegs vom Kurhaus in Richtung Röti legte ich im Licht der Stirnlampe zurück, da es noch stockdunkel war. Bald aber brach die Dämmerung an, und ein schwaches Licht begann kurz vor dem höchsten Punkt meiner Tour über die Juraweiden zu streichen. Der Blick in die Tiefe am Felsband der Röti entlockte mir ein leises „Wow“, zumal nicht nur die Landschaft zu meinen Füssen und das unendlich weite Nebelmeer einen wundervollen Anblick boten, sondern auch das Licht am Firmament schlicht zauberhaft war. Hier oben an diesem Ort der Freiheit, den ich zunächst ganz für mich alleine hatte (später kamen noch zwei einheimische Wanderer und ein Fotografen-Pärchen vorbei), hatte ich genügend Zeit, durchzuatmen, zu staunen – und das Felsband zu inspizieren und die besten Plätze zum Fotografieren ausfindig zu machen. Es ist unnötig zu sagen, welch unzählige Facetten das warme Licht in diesen ersten Minuten des anbrechenden Tages hat und wie intensiv die Landschaft in dessen Schein leuchtet…

Dann erscheint die Sonne...
Dann erscheint die Sonne…
Der Blick schweift über weite Juraweiden im Morgenlicht
Der Blick schweift über weite Juraweiden im Morgenlicht

Nach ausgiebiger fotografischer Tätigkeit auf der Röti nahm ich den Abstieg zum Balmfluehchöpfli unter die Füsse. Diese Felsformation, deren Kartenbild mich ebenfalls schon länger fasziniert 🙂 wollte ich mir auch noch anschauen, denn ich versprach mir einige attraktive Ausblicke auf Felsen, Sonne, Alpen und Nebelmeer. Und ich wurde auch dort nicht enttäuscht…

Felsen am Balmfluehchöpfli
Felsen am Balmfluehchöpfli
Es ist ein unglaubliches Gefühl an diesem Ort...
Es ist ein unglaubliches Gefühl an diesem Ort…
...und der Gedanke, aus der Sonne wieder in diesen Nebel absteigen zu müssen, schier unerträglich
…und der Gedanke, aus der Sonne wieder in diesen Nebel absteigen zu müssen, schier unerträglich

Eine anderer frühmorgendlicher Moment im Jura ist im Artikel „Land der Felsen“ beschrieben…

6 Kommentare

  1. Sehr schöne Aufnahmen! Ich habe es leider noch nie auf den Weissenstein geschafft, dafür waren wir vor wenigen Wochen bei ähnlichem Wetter zum Sonnenaufgang auf dem Uetliberg 🙂

  2. Wunderbar – da hast Du mich doch gleich gluschtig gemacht! Hast Du auf dem Weissenstein übernachtet?
    Das Schöne liegt – wie es das Sprichwort sagt – oft in der Nähe. Du lieferst den Beweis dafür!

    1. Hallo Fredi, schön, dass ich dich als ebenfalls fleissigen Jurahöhen-Stürmer 🙂 glustig machen konnte. Es gibt noch einige Spots in den Juraketten, die ich in dieser Arte erleben und portraitieren möchte… Nein, ich habe nicht dort oben übernachtet, sondern bin früh aufgestanden, zum Kurhaus gefahren und etwa um 06:30 Uhr losmarschiert. Das ging wunderbar auf…

  3. Sehr schöne Bilder, Gratulation.
    Werde diesen Samstag oben sein.
    Das mit 06.30 beim Kurhaus passt in dem Fall gut. Hab ich auch so recherchiert.
    Wünsche noch viele erfolgreiche Fotoausflüge.
    Gruss Dany

    1. Hoi Daniel

      Danke für deinen Kommentar und die positive Rückmeldung! Sorry, ich habe deinen Kommentar erst jetzt gesehen… Inzwischen ist ja dein Ausflug schon Vergangenheit. Ich hoffe, er war erfolgreich?

      Liebe Grüsse
      Andreas

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