Editor’s Travel Pick: Punta Brava

Als ich mich auf meine erste Reise auf die kanarische Insel Teneriffa vorbereitete, ging ich vor wie meistens: Ich informierte mich anhand von Bildern im Internet darüber, wo es auf der Insel wie aussieht und wo es sich besonders lohnen würde zu fotografieren. Dabei stolperte ich auch über ein Foto des kleinen Ortes Punta Brava nahe Puerto de la Cruz im Norden der Insel, den ich vorerst einmal auf meine Ziel-Liste aufnahm. Erst auf meiner zweiten Reise aber begegnete ich diesem Ort, und das erst noch durch reinen Zufall. Ich war den Tag über in Puerto de la Cruz unterwegs gewesen und wollte mir vor der Rückfahrt noch den Strand Playa Jardin anschauen. Als ich dort über einen Felsen kletterte, bot sich mir unvermittelt dieser wunderbare Anblick.

Als Fotograf sollte man solche Augenblicke eigentlich planen 🙂 … Ich gebe zu, dass es ein Glücksfall war, dass ich gerade dort auftauchte, als die Sonne im Begriff war unterzugehen. Da ich nicht richtig ausgerüstet war, musste ich nochmals ein rechtes Stück weit zum Auto zurückeilen, um mein Stativ zu holen. Dafür konnte ich dann dieses Bild aufnehmen, das für mich mit den farbigen Häusern, die sich im warmen Licht der untergehenden Sonne an die weite Bucht mit den charakteristischen Lavafelsen schmiegen, wie wenige andere die Sehnsucht nach dem südlichen Meer versinnbildlicht.

Punta Brava, Teneriffa bei Sonnenuntergang
Punta Brava, Teneriffa bei Sonnenuntergang

Übrigens, zu Teneriffa und Lanzarote gibt es auf diesem Blog schon eine ganze Reihe von Artikeln: Nationalpark Teide, Anaga-Gebirge, Punta del Hidalgo, Drachenbaum und karges Lanzarote.

Ein Abend abseits der Touristenströme

Interessante Felsformationen

Im ersten Artikel dieser Serie hatte ich erwähnt, dass es auf Mallorca zu gewissen Zeiten und an gewissen Orten schwierig werden kann, ohne „Völkerwanderungen“ unterwegs zu sein. Neben der dort geäusserten Regel, am Vormittag möglichst früh unterwegs zu sein, kann man sich stattdessen auch an das andere Ende des Tages halten. In der Tat sind natürlich auch spätabends viele der bekannten Spots zwar nicht gerade entvölkert, aber doch wesentlich angenehmer zu besuchen. Vor allem dann, wenn Continue reading →

Lieblingsfoto: Vitznau

Ich denke, es ist wieder einmal an der Zeit, ein Lieblingsfoto vorzustellen 🙂 … Und zwar war ich letzthin im Archiv auf der Suche nach Bildern vom Vierwaldstättersee, und dabei ist mir dieses ältere Foto ins Auge gestochen. Zwar habe ich es schon länger nicht mehr gesehen oder gezeigt, aber es gehört unbestritten zu den Bildern in meiner Sammlung, die in meiner fotografischen Erinnerung stets latent präsent sind und immer wieder vor meinem geistigen Auge auftauchen.

Es entstand an einem Abend, an dem ich an der „Riviera“ des Vierwaldstättersees unterwegs war – ich weiss nicht einmal mehr warum. Nur daran, dass es dam Ende eines regnerischen Tages war, erinnere ich mich – und daran, dass die Wolkendecke sich bereits bei der Anfahrt aufzulockern begann. Schon kurz vor Weggis eröffnete sich mir ein schöner Blick über das Dorf in einem spektakulären, stimmungsvollen Licht. Die sonst schon sehenswerte Kulisse der Berge südlich des Sees war in dieser Stimmung ein ganz besonderer Genuss. Und dann, kurz nach Vitznau, bevor sich die Strasse wieder gegen Osten wendet, gaben die Bäume für einen kurzen Moment diesen spektakulären Blick frei.

Ganz klar, dass ich diese Situation nicht einfach so vorbeigehen lassen konnte. Es ist wieder eines dieser Fotos, die ohne jegliche Planung entstanden sind und darum in die Kategorie „geschenkter Moment“ fallen. Die Lichtsituation am Rande des Unwetters, die orange Lichtspur der untergehenden Sonne im Wasser und die Einrahmung der Szene mit Bäumen und Bergen machen dieses Foto für mich zu einem immer wieder gern gesehenen Hingucker…

Blick von Bürglen (Vitznau) vorbei am Bürgenstock über den Vierwaldstättersee zur untergehenden Sonne
Blick von Bürglen (Vitznau) vorbei am Bürgenstock über den Vierwaldstättersee zur untergehenden Sonne