Wintertraum in den Freibergen

Am 27. Dezember 2013 kamen wieder einmal einige Faktoren zusammen, die den Morgen dieses Tages für eine Fototour prädestinierten. Nach einer längeren schneearmen Zeit und vielen warmen Tagen hatte es zwei Tage lang neue Niederschläge gegeben, die Schneefallgrenze war dabei zwischenzeitlich auf bis zu 600 Meter gesunken. Und ausgerechnet der Tag danach versprach strahlend schön und der Morgen somit zwar kalt, aber klar zu werden! Also packte ich die Gelegenheit am Schopf und entschloss mich dazu, wieder einmal an meinem freien Tag früh aus den Federn zu steigen 🙂 …

Etang de la Gruère
Am Horizont kündigt sich der Sonnenaufgang an…

Als Ziel suchte ich mir einen Ort aus, den ich von zahlreichen früheren Reisen in den Jura her zwar kannte, aber von dem maximal ein brauchbares Foto in meiner Sammlung existiert, und zwar noch ein Dia (es muss also lange her sein…). Und dies, obwohl es sich um einen schönen Ort handelt, den ich sehr mag. Die Rede ist vom Moorsee Etang de la Gruère bei Saignelégier in den Freibergen. Während ich im warmen Auto langsam von Biel her kommend an Höhe gewann, sich der Nebel lichtete, das erste schwache, blaue Licht um die am Himmel noch schwach funkelnden Sterne sichtbar wurde und sich am Horizont Hügel mit tief verschneiten Tannenwäldern erhoben, wusste ich, dass ich wieder einmal die richtige Entscheidung getroffen hatte! Continue reading →

Seengener Wintermorgen

Gestern Morgen war wieder einmal etwas Flexibilität gefragt. Es kündigte sich ein schöner, wolkenloser Morgen mit ein paar Nebelbänken an, und daher wollte ich mich wieder einmal fotografisch dem Sonnenaufgang widmen. Da ich befürchtete, dass sich entlang der Gewässer am frühen Morgen teilweise starker Nebel bilden könnte, entschied ich mich für die Jurahöhen um den Hauenstein (siehe auch den Artikel Schafweide mit Aussicht). Da ich wusste, dass bis zu meinem geplanten Fotospot noch ein ordentlicher Fussmarsch notwendig war, machte ich mich früh genug auf den Weg zur Froburg.

Schloss Hallwyl
Blaue Stunde beim Schloss Hallwyl

Als ich noch bei stockdunkler Nacht dort oben ankam, stellte ich fest, dass die Bedingungen aus fotografischer Sicht eher subobtimal waren. Auf den Bäumen lag kein Schnee mehr, und die Hänge waren ebenfalls nicht mehr von einer durchgängigen Schneedecke belegt – die Landschaft präsentierte sich also eher unattraktiv, so wie normalerweise im März, wenn man sich sehnlichst auf den warmen und grünen Frühling freut. Nun war guter Rat gefragt. Da ich ja früh genug unterwegs war, hatte ich die Dreiviertelstunde, die ich zum Besteigen der Wisnerflue budgetiert hatte, noch zur Verfügung. Glücklicherweise sind in unserem Continue reading →

Im Reich aus Wassers und Gneis

Ich kann es mir nicht verkneifen, nochmals ein paar Bilder zum kürzlich publizierten Artikel über den Gotthardpass nachzuschieben 🙂 … Am Mittwochmorgen war ich noch einmal dort oben unterwegs. Ich habe im Moment das Gefühl, ich muss jede Gelegenheit ausnutzen, bevor die Berge wieder für eine zeitlang nicht oder nur schwer zugänglich sein werden.

Alp am Lago d'Orsino
Von Gneisfelsen geprägte Alp am Lago d’Orsino

Wie ich an verschiedenen Stellen im Blog schon erwähnt habe, empfinde ich den Gotthardpass landschaftlich als nicht ganz so spektakulär wie andere Alpenpässe – z.B. den Grimsel- oder den Sustenpass. Zumindest wenn man die Höhe und die Steilheit der umliegenden Berge zum Massstab nimmt oder das Gefühl, in hochalpinem Gelände unterwegs zu sein. Trotzdem: Seine Schönheit ist faszinierend, das Wechselspiel der Gneisfelsen mit dem Wasser und dem Moorgrund in meinen Augen einzigartig (wer anderer Ansicht ist, darf mir natürlich widersprechen 😉 …).

Am Mittwoch beschäftigte ich mich zuerst noch einmal fotografisch mit den besonders im Herbst extrem schönen Moorseen direkt auf der Passhöhe. Das Fotografieren dort ist nicht einfach, Continue reading →