Die Wahlmöglichkeiten nach dem Einloggen in der App
Die Wahlmöglichkeiten nach dem Einloggen in der App

Vor langer, langer Zeit habe ich hier auf dem Blog einen persönlichen Test der Postkarten-Applikation Touchnote veröffentlicht. Damals hatte ich in Aussicht gestellt, auch den PostCard Creator einem solchen Test zu unterziehen. Es blieb bis vor Kurzem bei der Absicht 🙂 … Ein Grund dafür war, dass die entsprechende App am Anfang nur für iOS verfügbar war. Dies ist aber Vergangenheit, und inzwischen habe ich auch die Zeit gefunden, dieses Angebot einmal selber zu testen.

Nach dem Import des Fotos...
Nach dem Import des Fotos…

Die Post bietet wie Touchnote zwei Wege, eine Postkarte zu gestalten und verschicken. Der eine Weg führt über die dedizierte Smartphone-App, der andere über die Website der Post. Um den PostCard Creator nutzen zu können, benötigt man ein Kundenkonto bei der Post. Ist dieses kostenlos eröffnet, steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege.

...und nach dem Erfassen des Texts
…und nach dem Erfassen des Texts. Der Werbeaufdruck verschwindet bei kostenpflichtigen Karten.

Zuerst habe ich den Kartenversand über die App ausprobiert. Diese ist relativ einfach gehalten und bietet entsprechend wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Aber erstens ist das, was man für den Versand von Postkarten von unterwegs benötigt, vorhanden und zweitens macht dies die Bedienung der App auch unkompliziert. Nach dem Einloggen erhält man die Auswahl, ob man eine Gratiskarte mit B-Post oder eine kostenpflichtige mit A-Post versenden will. Dies ist auch der Clou der App: Pro 24 Stunden lässt sich eine Postkarte gratis versenden – allerdings nur per B-Post. Ausserdem enthält die Gratiskarte einen Werbeaufdruck.

Nach dem Versand kann man weitere Empfänger hinzufügen oder von vorne beginnen
Nach dem Versand kann man weitere Empfänger hinzufügen oder von vorne beginnen

Die nächsten Schritte sind einfach. Man lädt ein Foto in die App, entweder ein frisch aufgenommenes oder eines aus der Smartphone-Galerie. Dann gibt man einen Text von maximal 19 Zeilen (bei der Gratiskarte 14 Zeilen) und einen Empfänger ein, und schon kann die Postkarte auf die Reise gehen. Zuvor wird noch eine Vorschau eingeblendet, das heisst, man kann bei Bedarf auch einen oder mehrere Schritte zurück gehen und Korrekturen anbringen. Nach dem Versand hat man die Möglichkeit, dieselbe Postkarte an weitere Empfänger zu versenden – dann natürlich nur noch kostenpflichtig. Dies ist allerdings nur unmittelbar möglich, die Karte kann nicht gespeichert und einen Tag später an einen weiteren Empfänger verschickt werden. Darauf weist die App im entsprechenden Dialog aber deutlich hin.

Die Website bietet unzählige Möglichkeiten mehr
Die Website bietet unzählige Möglichkeiten mehr
Das leere Editorfenster
Das leere Editorfenster. Man kann nicht nur Fotos importieren, sondern die Vorderseite gänzlich frei gestalten.

Beim Versand über die Website stehen einige zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung. Es können andere, teils auch recht ausgefallene Formate gewählt werden, und es steht sowohl für die Vorder- als auch die Rückseite der Karte ein Editor zur Verfügung. Schriftart, -grösse und -farbe können eingestellt werden, Rahmen erstellt werden und vieles mehr. Der Upload der Fotos erfolgt via Drag&Drop.

Der Online-Dienst auf der Website ist spürbar auf Direct-Marketing-Kunden ausgelegt. Dies zeigt sich nicht nur an den Gestaltungsmöglichkeiten. Es können z.B. auch mehrere Empfänger für die gleiche Karte erfasst oder sogar ganze Adressbestände via eine Excel-Tabelle importiert werden, und im Gegensatz zur App können auch Adressen im Ausland verwendet werden. Die Mailings, wie sie hier heissen, werden gespeichert und können später kopiert werden. Zwar ist die Mindestbestellmenge 1 Stück, man kann also auch individuelle Karten versenden, aber das ist nicht der Hauptverwendungszweck der Web-Applikation. Entsprechend gibt es hier auch keine tägliche Gratiskarte. Dafür kann sogar die aufgedruckte Briefmarke mit einem hochgeladenen Foto selber gestaltet werden.

Das Editorfenster beim Gestalten der Rückseite
Das Editorfenster beim Gestalten der Rückseite
Die Vorschau
Die Vorschau

Für eine Privatperson, die aus den Ferien hin und wieder Postkarten aus selber gemachten Fotos versenden will, ist sicher die App die richtige Wahl. Sie funktioniert einfach und ohne grossen Schnickschnack – dafür hat man im Urlaub eh meistens keine Zeit 😉 …

Nun interessiert aber selbstverständlich auch noch das Resultat. Im Gegensatz zu Touchnote weiss man bei den Apps der Post genau, wann die Postkarten ankommen. Die Karte aus der App wird am folgenden Arbeitstag gedruckt und verschickt, diejenigen von der Website frühestens am dritten Arbeitstag, wobei auch ein späteres Datum wählbar ist. Das Leistungsangebot ist durch die Wahl von A- oder B-Post gegeben und wurde bei meinem Test einwandfrei eingehalten. Auch die Druckqualität der Karten überzeugt. Zwar schienen mir die Farben bei einer der Karten etwas flau, aber das kann natürlich auch am Ausgangsfoto liegen.

Die fertigen Postkarten...
Die fertigen Postkarten…

Alles in allem hat mich der PostCard Creator überzeugt. Auch wenn sich die beiden Dienste bezüglich Qualität nichts schenken: Die Vorteile gegenüber Touchnote liegen meiner Meinung nach in der Geschwindigkeit, in der Berechenbarkeit der Ankunft beim Empfänger und in der Verfügbarkeit einer Gratiskarte. Dass bei der Gestaltung via Website auch der Frankaturaufdruck gewählt werden kann, ist ein zusätzliches Plus. Und last, but not least: Der PostCard Creator ist ein Produkt mit dem Prädikat „Made in Switzerland“ 🙂 …

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.