Zwischen Bergen und dem Hardangerfjorden
Zwischen Bergen und dem Hardangerfjorden

Am Ende der letzten Etappe der Reise durch den südlichen Teil Norwegens hatte ich also das erste grosse Ziel im Westen, die Stadt Bergen, erreicht. Während mir Bergen von früheren Besuchen her bestens bekannt war – schliesslich hatte ich in dieser Stadt als Jugendlicher meinen ersten Kontakt mit dem nördlichen Land aufgenommen – gab es etwas südlich davon noch interessante und berühmte Spots, denen ich auf all meinen Reisen noch nie einen Besuch abgestattet hatte.

Bootshaus am Lysefjord in Krokeide
Bootshaus am Lysefjord in Krokeide

Felsige Landschaft am südlicheren Lysefjord
Felsige Landschaft am südlicheren Lysefjord – hier beim Ortevatnet

So ging die Reise also nach zwei schönen Tagen in der Gegend von Bergen weiter entlang der stark zerklüfteten Küste in Richtung Stavanger. Hier gibt es grundsätzlich zwei Varianten: Entweder man folgt der E39, die mehr oder weniger der Küste entlang führt, oder man wählt einen kleinen Umweg durch das Landesinnere. So oder so: Um zahlreiche Kurven und die Notwendigkeit, hin und wieder eine Fährüberfahrt zu absolvieren kommt man bei keiner Variante herum 🙂 … Ich entschied mich dennoch für die innere Variante, weil ich mir davon eine grössere Vielfalt der Landschaft versprach.

Die Insel Oma im Hardangerfjord
Die Insel Oma im Hardangerfjord
Ein Gehöft am Hardangerfjord
Ein Gehöft am Hardangerfjord

Der erste Stop galt dabei einem kleinen, unscheinbaren Nest ca. 15 Kilometer südlich von Bergen: das am beschaulichen Lysefjorden gelegene Krokeide. Dieser Ort ist einer der absoluten Traumorte meiner Kindheit. Hier hatte ich als Teenager den ersten bewussten Kontakt mit dem Meer erfahren und den Genuss von Bootsfahrten im inselreichen Fjord in der Sommerwärme erleben dürfen, die bis lange in die Nacht hinein dauerten – die Sonne  ging ja fast nie unter an diesem Ort. Hier hatte ich unbewohnte, nur mit dem eigenen Boot erreichbare Schäreninseln erklettern und das bisher unbekannte Gefühl der schier unbegrenzten Freiheit geniessen können, hoch auf einem Felsen über dem Meer stehend, den Wind in den Haaren… Nun, nach unzähligen anderen Reisen in meinem Leben hat sich dieses Bild inzwischen natürlich etwas relativiert. Schön ist Krokeide immer noch. Und ganz in der Nähe, in Fana, lässt sich auch noch eine eindrückliche Stabkirche bewundern…

Am Stordalsvatn
Am Stordalsvatn
Kurz vor Stavanger: Midtsommerblomster am Storavatn
Kurz vor Stavanger: Midtsommerblomster am Storavatn
Fassade in der Altstadt von Stavanger
Fassade in der Altstadt von Stavanger

Auf der Route durch das Inland liegen dann einige weitere Landschaftliche Highlights. So zum Beispiel der zweite, südlicher gelegene Lysefjord, der im Gegensatz zum ersten (bei Krokeide) von steilen Felswänden eingerahmt wird und einige eindrückliche Aussichtspunkte bietet. Oder die idyllisch im vorderen Teil des Hardangerfjorden gelegene Insel Oma. Oder die vielen gebirgigen Seenlandschaften, die oft direkt am Weg liegen. Norwegen at its best, könnte man sagen. Und dann, irgendwann nach zahlreichen Kurven und Eindrücken, erreicht der Reisende Stavanger…

Am Hafen von Stavanger
Am Hafen von Stavanger

Stavanger lässt sich in einiger Hinsicht mit Bergen vergleichen. Es ist zwar nicht so gross, aber doch eine pulsierende Stadt mit einer sehr hübschen Altstadt, zum grössten Teil aus Holzhäusern bestehend und einem charmanten Hafen. Es liegt allerdings nicht so sehr an hohe Berge gelehnt wie Bergen und ist auch nicht ganz so farbig. Wie oft in den südlicheren Regionen Norwegens sind die Häuser vor allem weiss. Aber auch in dieser Stadt lässt es sich leben, vor allem wenn das Wetter so gut ist und man die Strassencafés geniessen kann. Und dann hält die Stadt noch eine besondere Überraschung in der Umgebung bereit – doch diese zeige ich dann beim nächsten Mal 😉 …

Gasse in Stavanger
Gasse in Stavanger

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