Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer
Häuser im Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer

Es gibt ein Land, das eigentlich zu meinen unbestrittenen und absoluten Lieblings-Reisezielen gehört, das aber hier auf dem Blog bisher viel zu kurz gekommen ist: Norwegen. Dies liegt zum einen sicher daran, dass ich schon eine Weile nicht mehr dorthin gereist bin und ich den Schwerpunkt tendenziell auf aktuelle Inhalte lege. Zum anderen liegen die meisten Fotos aus Norwegen in Form von Dias vor, was den Aufwand, sie für das Web aufzubereiten, erhöht. So ist dieses schöne Land mit Ausnahme eines einzigen Artikels auf BildRaum noch praktisch nicht vertreten. Aber das soll sich nun ändern 🙂 …

Am Rand des Jotunheimen-Nationalparks
Landschaft entlang der 51 am Rand des Jotunheimen-Nationalparks
Die Wolken hängen tief an den Bergen...
Die Wolken hängen tief an den Bergen…

Ich möchte euch gerne anhand einer kleinen Artikelserie zunächst Mittel- und Westnorwegen etwas näher bringen. Die Fotos dazu sind mehrheitlich auf einer Reise im Jahr 2008 entstanden. Sicher werde ich etwas später auch noch Bildmaterial aus dem Norden aufbereiten – aber das wird noch eine Weile dauern.

Der Gjende-See
Das Tor zum Jotunheimen-Nationalpark: Der Gjende-See
Trollveggen im Raumadalen
Eine Scheune im Raumadalen vor den imposanten Wänden des Trollveggen

Die 2008er-Reise zeichnete sich durch einen Umstand aus, von dem ich glücklicherweise auf etwa zehn meiner bisher dreizehn Norwegen-Reisen profitieren durfte: Das Wetter war sensationell! Zu Beginn der zweiwöchigen Runde allerdings machte es den Anschein, als würden mich dieses Mal vor allem Wolken und Regen begleiten wollen. Ich startete in Lillehammer, einer eigentlich unscheinbaren Kleinstadt, die durch die olympischen Winterspiele 1994 weltbekannt geworden war. Von dort aus setzte ich die Reise nicht direkt in Richtung Norden nach Dombås fort wie die letzten Male, sondern machte einen kleinen Umweg über die 51. Ziel war es, wenigstens einen kurzen Blick auf das Jotunheimen-Gebirge zu werfen – dieses fast alpin anmutende, faszinierende Bergreich im Zentrum Norwegens, das ich auf allen bisherigen Reisen links liegen lassen musste.

Fokstumyra nördlich von Dombås
Fokstumyra nördlich von Dombås, im Hintergrund das Dovrefjell

Von Dombås aus führte mich mein Weg durch das Raumatal hinab nach Åndalsnes und von dort über den Trollstigen nach Ålesund. Dies sind drei Highlights, die ich jedem Norwegen-Reisenden unbedingt ans Herz legen möchte. Im Raumadalen, das übrigens von Dombås aus auch mit der Bahn durchfahren werden kann, schlängelt und stürzt sich die Rauma vom beschaulichen Becken bei Dombås über einige wilde Stufen hinunter ans Meer, gesäumt von den eindrücklichen Felswänden des Trollveggen.

Landschaft am Trollstigen
Landschaft am Trollstigen

Auch Dombås selber ist übrigens einen Aufenthalt wert. Der Ort selber ist nichts besonderes, seine Lage inmitten von drei eindrücklichen Gebirgen – Dovrefjell, Jotunheimen und Rondane – hingegen schon. Es ist überflüssig zu sagen, dass sich hier schier unendliche Möglichkeiten der Outdoor-Freizeitgestaltung ergeben.

Auf der Passhöhe des Trollstigen
Auf der Passhöhe des Trollstigen

Von Åndalsnes aus gelangt man über den Trollstigen an den Storfjorden. Der Trollstigen ist eine richtige Passstrasse, die in Serpentinen vom Meeresniveau wieder hinauf ins Gebirge führt. Natürlich lockt die Strasse einem Kenner der Alpenpässe ein müdes Lächeln hervor 😉 Dies ändert nichts an der Tatsachen, dass der Trollstigen auf alle Reisenden eine magische Anziehungskraft ausübt. Ausserdem eröffnet sich dem Reisenden zuoberst, am Ende der Steigung, eine schöne Berglandschaft und beim Abstieg auf der anderen Seite traumhafte Ausblicke auf den Fjord.

Ausblick von der Aksla
Ausblick von der Aksla, dem Hausberg Ålesunds

Am Ende des Storfjorden dann, verstreut auf einer Inselgruppe im Meer, liegt die Stadt Ålesund. Es gibt wohl niemanden, der nicht schon ein Foto dieser Stadt gesehen hat 🙂 Zumindest von der farbigen Häuserreihe am Hafen (siehe Beitragsbild zuoberst). Es ist eine sympathische und für norwegische Verhältnisse lebhafte Stadt, in der man sich ruhig für ein paar Nächte niederlassen kann. Für mich hiess es damals allerdings schon nach einer Nacht wieder weiterzuziehen – denn zwei Wochen sind knapp, und in den vielen Fjorden südlich von Ålesund warteten zahlreiche weitere Höhepunkte auf mich. Und ich verpreche euch: Spätestens ab Stryn wird es dann sonnig! 🙂 …

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